Tja, nach den ganzen Trash-Filmchen die ich in der letzten Zeit reviewt habe, ist jetzt mal wieder ein richtig anspruchsvoller Horror-Schocker an der Reihe. Und der Name des Films sollte sicherlich Fans spannender Horror-Unterhaltung ein Begriff sein: Friedhof der Kuscheltiere von Stephen King, einem der unangefochtenen
Meister in diesem Genre.
Zur Story: Der Arzt Louis Creed zieht mit seiner Familie in die Kleinstadt Ludlow. Sie schließen sehr schnell Freundschaft zu ihrem Nachbarn, einem älteren Mann namens Jud Crandall. Er ist es, der der Familie von einem alten Tierfriedhof erzählt, der hinter der neuen Behausung der Creeds liegt. Kurze Zeit später stirbt auf der Station von Louis ein junger Mann. Dieser Mann begegnet Louis in einem sehr merkwürdigen unheimlichen Traum. Einige Zeit später wird der Kater von Louis´ Tochter Ellie im Garten der Crandalls tot aufgefunden. Jud Crandall bringt Louis darauf hin zum Tierfriedhof und führt ihn weiter zu einem dahinterliegenden Indianerfriedhof. Dort begräbt Louis den Kater, der wenig später in absonderlicher Verfassung wieder im Garten der Creeds auftaucht. Damit beginnt das Schicksal langsam aber stätig seinen Lauf.
Bereits der Roman von King war spannende Unterhaltung, aber auch der Film ist treffend inszeniert und fesselnd, wirkt jederzeit logisch und nachvollziehbar und visuell gut umgesetzt.
Ich finde, es hätten manche Szenen etwas unheimlicher dargestellt werden können. Dass der Spaziergang der beiden Männer zum Micmac-Friedhof nicht im Dunkeln stattfindet, nehme ich persönlich übel. Andererseits gibt es aber auch viele gute Szenen, bei der man sich der Spannung und des Grauens vollends bewusst wird. Besonders gelungen finde ich persönlich die Szene mit Victor Pascow , der als "Schutzengel" fungiert. Aber auch die Szene mit Rachels Schwester hat eine effektive Wirkung (hier ist es die Erklärung für Rachels Angst vor dem Tod).
Die Leistungen der Schauspieler sind größtenteils gut und sorgen dafür, dass der Film stets nachvollziehbar bleibt. Der alte Mann (gespielt von Fred Gwynne, so ziemlich der beste von allen) ist sehr nah an der Romanvorlage angelehnt, die Verzweiflung, in der sich Louis befindet, wird von dem Darsteller gut rübergebracht.
Splattereffekte gibt es relativ wenig zu sehen, aber bei einem solchen Film ist das wirklich nicht negativ, denn die Story ist eher unheimlich und lässt nicht viel Platz für sonderlich viel Blut.
Für alle die, die entweder den Film oder das Buch noch nicht begutachten konnten, möchte ich sagen, dass beide zu empfehlen sind wobei das Buch aber an einigen Stellen ein wenig schwer verständlich und etwas langweilig, an anderen dagegen wieder mega-spannend wirkt (der Film hat hier wieder einen Vorteil, da er im Gegensatz zum Buch doch schnell auf den Punkt kommt.)
Auf jeden Fall ist der Film des Romans größtenteils würdig und deswegen bekommt er von mir auch glatte 9 Punkte