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Die junge Familie Creed zieht in eine abgelegene Gegend an einer Schnellstraße. Das Haus soll ihr neues Idyll werden, doch die gefährliche Straße sorgt auf dem nahegelegenen Tierfriedhof für regen Zulauf. Als eines Tages auch die Familienkatze tot auf des Nachbars Rasen liegt, führt dieser den Vater zu einem mysteriösen Ort hinter dem Friedhof. Ein verfluchter Ort, wo außer den begrabenen Indianern nun auch die Katze unter die Erde kommt. Das unglaubliche geschieht, als das einst putzige Tier am nächsten Tag wieder da ist, nur nicht mehr so kuschelig, sondern äußerst kratzbürstig. Als auch der kleine Sohn überfahren wird, kommt dem überforderten Vater trotz Warnungen seines Nachbarn eine höchst fragwürdige Idee... Die anfängliche Geschichte um eine Familie, die sich ihr trautes Leben aufbauen will, wird gekonnt zu einem Thriller ausgebaut, der vor allem zum Ende hin sauber inszenierten, spannenden Horror bietet. Dazu gibt Stephen King das passende Drehbuch, das unerwartete Einschübe in Form von Träumen oder Visionen bietet und immer mehr in absurde Gefilde abgleitet, ohne aber an Glaubhaftigkeit zu verlieren. Nicht immer bewegt sich das nahe am Original, macht aber in diesem Fall nicht viel, wenn Regisseurin Mary Lambert, die eher für ihre Madonna Videoclips bekannt ist, das so gekonnt akzentuiert einsetzt, wie hier. Letztlich handelt "Friedhof Der Kuscheltiere" von der Schwierigkeit, über den Verlust der Lieben hinwegzukommen und den Tod zu akzeptieren. Die Mysterystimmung nimmt daher einen wichtigen Teil der Atmosphäre ein, die sich in der zweiten Hälfte noch ansehnlich verdichtet. Die wenigen, aber guten Bluteinlagen, sind wohl dosiert und verfehlen ihre Wirkung nicht, hauptsächlich schöpft dieser Klassiker aber aus der sich mehr und mehr verdunkelnden Atmosphäre, durch die die soliden Schauspieler müssen. Der Kontrast von heil und lieblich anmutendem All-American-Family-Style zu der entgleitenden Realität der Geplagten, macht das Werk zu einem kurzweiligen Horrorvergnügen mit unerwartetem Finale.

Fazit: Spannende Unterhaltung mit cleverem Aufbau einer originären Geschichte. Eine der besten Stephen King Verfilmungen. 8/10 Punkten

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