Die Creeds ziehen in ein schönes Haus auf's Land. Als Kater Church stirbt, berichtet Nachbar Jud von einer indianischen Kultstätte mit besonderen Eigenschaften. Und kurz darauf ist Church wieder da, quicklebendig und sehr böse.
Seinerzeit in Schule, also vor grob geschätzten 287 Jahren, hatte unsere Klasse unserer Lehrerin vorgeschlagen, am letzten Tag vor den Ferien einen Film zu schauen. Die Wahl fiel auf Rain Man. Als nach etwa 1h ein Skalpell eine Achillesferse durchtrennte, ging ihr auf, dass wir ihr statt Rain Man heimlich Friedhof der Kuscheltiere untergeschoben hatten. Natürlich durften wir nicht weiterschauen. Es hat dann auch 2 weitere Jahre gedauert, bis ich das Ende des Films zu sehen bekam. Und ich fand ihn schon damals bei beiden Sichtungen bescheiden.
Auch heute empfand ich Friedhof der Kuscheltiere weder als gruselig, noch sonderlich spannend oder sehenswert. Mir ist heute allerdings halbwegs klar, dass das zum Teil an den Darstellern liegt, denn nur Fred Gwynne als Jud Crandall taugt mir wirklich.
Dale Midkiff als Louis Creed ist nicht in der Lage, mir auch nur ein on seiner Figur empfundenes Gefühl glaubwürdig zu vermitteln, stattdessen tappt er wie von Drogen umnebelt durch die Szenerien. Und Denise Crosby als seine Frau ist mir leider extrem unsympathisch. Kann sie nichts für, zieht mir aber den Film runter.
Der zweite große Knackpunkt ist die Optik. Von den Credits über die Musik bis zur Kameraführung wirkt hier alles wie eine Folge der Serie Tales From The Crypt, nur in Überlänge. Und tatsächlich hätte mir die Story als Serienfolge wohl auch besser getaugt, wäre sie doch weniger zäh gewesen, der Film ist nämlich deutlich zu lang und von zu vielen Dummheiten geprägt.
Einige der Horror-Szenen entwickeln eine schöne Gruselatmosphäre, wenn zum Beispiel ein schmaler Pfad in viel Bodennebel versinkt oder ein bedrohlicher Schatten an einer Wand auftaucht. Aber davon gibt es zu wenig Szenen und leider hält die jeweilige Stimmung dann nicht allzu lang vor. Das Finale ist recht stimmig, aber leider auch völlig spannungsfrei inszeniert.
Das ist insgesamt zu wenig, hat mir aber dennoch etwas besser gefallen als damals in der Schule, allerdings ging ich diesmal auch mit nullkommanull Erwartungen an den Film ran.
Meiner Meinung nach ein maßlos überbewerteter Klassiker nach einer Geschichte von Stephen King. Leicht atmosphärisch, sonst spannungsfrei und in TV-Serien-Optik, dazu mit schlechtem Hauptdarsteller. Und die Synchro ist auch größtenteils mau.