Review

Wer hat sich nicht schon gewünscht Jemand gestorbenen wieder zuholen.
Genau mit diesen „Sehnsüchten“ spielt der Film und beweißt eindrucksvoll (zumindest bei mir) was alles dabei schief gehen kann, wenn man Gott ins Handwerk pfuscht.

Kurz zur Story: Louis Creed (Dale Midkiff) zieht mit seiner Familie nach Maine.
Sein neuer Nachbar Jud Crandall (Fred Gwynne) zeigt ihm den alten Tierfriedhof, dieser wird relevant als die Katze der Creeds auf der stark mit LKWs befahrenen Strasse überfahren wird.
Crandall zeigt Louis darauf das Geheimnis des Friedhofs, wenn man dort etwas oder jemanden vergräbt kommt es/er einen Tag später wieder.
Die Katze kommt dann auch wieder, sie ist zwar verändert, ist aber immerhin wieder da.
Als Louis Sohn Gage (Miko Hughes) von einem LKW überfahren wird, will Louis das selbe auch mit ihm machen.
Crandalls Warnungen zum trotz tut er es mit schwerwiegenden Folgen...

Der Film ist wie das Buch, (ich empfehle beides) einfach genial.
Beide (Buch/ Film) spielen mit den Ängsten und den Sehnsüchten gegenüber dem Tod.
Die Angst wird durch die Erlebnisse von Louis Frau Rachel (Denise Crosby) mit ihrer Schwester symbolisiert und die Sehnsucht durch den leidenden Vater Louis, der sein geliebtes Kind unbedingt wiederhaben will.
Die Atmosphäre ist so dicht, das man von Anfang gefesselt ist.
Der Friedhof sieht klasse aus, die beklemmenden Rückblicken tun auch ihre Wirkung und das absolut düstere Ende rundet alles ab.
Der Film zeigt wunderbar den Niedergang von Louis, er hat am Anfang alles (Haus, Job und Familie) und verliert Stück für Stück alles, so dass ihm am Ende egal ist ob er lebt oder stirbt.
Wobei er ja versucht hat alles wieder gut zumachen.
Was mich etwas stört ist, dass das Ende zu kurz kommt, zwar ist das aus psychologischer Sicht harte Ende (Kind einschläfern...) gut, hätte aber länger (ähnlich dem Buch) ausfallen können.
Zumal am Anfang ziemlich viel Zeit mit teils nicht wirklich handlungsnützlichen Sachen vertrödelt wird, die Teilweiße später einfach verworfen und nicht vorgesetzt werden.
Der Film zieht zwar die Spannung bis zum Finale an, doch dann kommt das Finale so plötzlich und schnell und man fragt sich warum man soviel Zeit am Anfang verschwendet hat und nicht noch was an das Ende hängt.
Zumal ich sagen muss, dass das Ende mich nicht wirklich umgehauen hat (außer die Schlussszene).
Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt den ich habe, ansonsten ist der Film klasse und seine paar Effekte sind gut platziert.
Was ich nicht verstehe ist die Indizierung des Films denn wirklich blutige oder eklige Splatterszenen sucht man vergebens, die bekommt man erst im zweiten Teil geboten.

Fazit: Der Film ist eine der besten King Verfilmungen und baut auch Spannung auf die einem dann in einem recht dürftigen Finale endet, was man hätte besser gestalten können.
Erwähnen möchte ich noch den Soundtrack mit einem absolut genialen Lied (Pet Sematary) der Ramones, hören !!!

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