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kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 07.12.2016 "Dragon Squad" beginnt ziemlich durchschnittlich, der Schnittewahn nervt anfangs ähnlich wie in den jüngsten Tony Scott-Filmen, aber mit der Zeit bekommt Daniel Lee seine Baustellen in den Griff. Spätestens bei den endgeilen Sniperduellen mit Maggie Q rockt der Style einfach nur das Dach aus den Angeln. So etwas Dynamisches hat man in der Sektion B zuletzt selten gesehen. Und der Streifen lässt actiontechnisch einfach nicht locker, zieht bis zum Ende vom Leder und schließt ab mit einem kurzen, harten Schussduell. Mittendrin ein ganz verwandelter und dennoch immer noch flinker Sammo Hung. Problematisch ist eben alles andere, weswegen Hungs vertiefte Charakterzeichnung auch ein wenig fehl am Platz ist. Kurz: Außen: Ja!!! Innen: Bah! HK-Stylebombe Deluxe *weitere Informationen: siehe Profil
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Ich hätte mir gewünscht, Daniel Lee hätte sich wenigstens etwas aus der gleichen Lektion regionaler Filmgeschichte mitgenommen, wie sie Wilson Yip für seinen grandios unterhaltenden SHA PO LANG hemmungslos traditionsaffirmierend verbrät. Sein nahezu zeitlich veröffentlichter DRAGON SQUAD aber ist ein an der Oberfläche überstylter und darunter völlig inkohärenter, zu offensichtlich planloser Scheißdreck. Es ist wird schnell klipp und klar, Lee wollte mit diesem Schinken eigentlich hoch hinaus – nur wohin, da oben, das wusste er nicht. Das enorme und internationale Staraufgebot (neben Michael Biehn und Maggie Q auch hier Simon Yam und Sammo Hung) und die sich auf beinahe jede filmtechnische Novität einlassende Inszenierung, sind Blendwerk, das in diesem heillosen, zahnlosen und kein Stück emotionalisierenden Durcheinander effektlos verpufft. DRAGON SQUAD ist unglaublich steif. Ich fürchte, den kann man nun langsam wirklich abschreiben, den Daniel Lee.