Nachdem sie sich aus ihrer Zelle befreien können, gelingt den Weltraum-Sklavinnen Daria und Tisa mit einem geklauten Raum-Gleiter die Flucht von einem Gefangenen-Transport. Das Shuttle gerät kurz darauf in einen Leitstrahl, der es auf einem nahegelegenen Planeten niedergehen lässt. Die beiden Bikini-Babes schlagen sich zu dem Domizil des sonderbaren Zed durch, der mit seinen Roboter-Helfern Vak und Krel in einer verlassenen Festung inmitten eines Dschungels haust und aktuell noch ein paar weitere schiffbrüchige "Gäste" beherbergt. Die Mädels ahnen schnell, dass irgendetwas hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Tatsächlich ist man hier einem Irren in die Falle gegangen, denn Zed entpuppt sich als durchgeknallter Jäger, der am liebsten Jagd auf Menschen macht und sich nun auch die hübschen Köpfe von Daria und Tisa als Trophäen an die Wand hängen möchte... "Graf Zaroff in Space"... so schlicht lässt sich "Jäger der verschollenen Galaxie", der inhaltlich beinahe passgenau die Handlung des besagten 1932er-Schwarzweiß-Klassikers von Ernest B. Shoedsack und Irving Pichel rekapituliert und diese lediglich in ein Weltraum-Setting verlegt und mit ein paar Sex- und Nackedei-Einlagen aufpeppt, auf den Punkt bringen. Erstaunlicherweise ist es dabei sogar gelungen,den psychologischen Subtext des Originals rund um das Jagd-Erlebnis als schlecht getarnte Aufgeil-Möglichkeit und Ersatz-Vorspiel fast verlustfrei in diesen Neuaufguss hinüberzuretten... auch wenn das sicherlich mal eher ein Versehen gewesen ist und als Vorhaben bestimmt nicht besonders weit oben auf der Agenda seiner Macher stand. Ken Dixon, der seit seinem 1976er-Ferkelfilmchen "Die Sex-Abenteuer des Robinson Crusoe" mal abgesehen von ein paar Kompilations-Streifen (Kompilation, NICHT Kopulation...!) nicht viel von Belang zustande gebracht, reißt sich inszenatorisch ergo kein Bein aus und strapaziert auch den Sci-Fi-Anstrich der altbekannten Geschichte mal echt nicht über, lässt das Ganze dank einer überschaubaren Laufzeit und ein wenig Mut zum schieren Blödsinn aber zu einem durchaus kurzweiligen Trash-Hobel werden. "Harte" Action und Spannungs-Mache halten sich da echt in Grenzen, den Großteil ihres - durchaus vorhandenen - Charmes verdankt die Angelegenheit da aber doch vornehmlich dem von hier und da zusammengeklaubten Set-Design, welches Erinnerungen an billige Fernseh-Serien weckt, einem witzigen Monster-Kostüm aus der Hand von Billo-F/X-Fachmann John Carl Buechler und den beiden Hübschies Elizabeth Kaitan und Cindy Beal, die da als im Original-Titel groß und breit angekündigte "Slave Girls from Beyond Infinity" hauptsächlich leicht bekleidet durch die Styropor-Kulissen schleichen. Da mir die Erstgenannte von allen ausziehwilligen B-Movie-Aktricen der 80er doch tatsächlich die liebste ist, hat der Streifen zudem von vornherein bei mir ein Stein im Brett und es würde sich auch nicht richtig anfühlen, ihm seine (zahlreich vorhandenen) produktionstechnischen Beschränkungen vorzuhalten oder sich über so manche depperte Szenen-Folge zu echauffieren... dafür macht mir dieser Quatsch ganz unironisch einfach viel zu viel Spaß! Echt schade, dass es hiervon nie eine Fortsetzung gab...
7/10