6
Technisch schwach im rauhen Schmuddel-Look. War das Absicht oder Geldmangel? Von der Story her recht klischeebeladen und leider zu sprunghaft erzählt. Eine etwas längere Laufzeit hätte dem Film sicher gut getan. Dank guter Darsteller, die bis in kleine Nebenrollen stark besetzt sind, und der charismatischen Ausstrahlung des Hauptakteurs entwickelt dieser kleine Indie-Streifen dann doch eine gewisse Spannung, die einen am Ball bleiben lässt. Sensibel und emotional umgesetzte Knast-Story. Kann man sehen.
5
"Animal" glänzt sicher durch die starke Besetzung und sicher auch durch das Thema, desen sich der Film annimmt. Doch leider geht mir persönlich die genaue Charakterzeichnung ein wenig zu schnell. So ist der Wandel Ving Rhames vom Saulus zum Paulus etwas zu zügig. Zudem wird lediglich durch die Entwicklung seines Erstgeborenen ein wenig abgegrenzt, wie lang Animal nun wirklich im Knast saß. Und leider wird auch nicht geklärt, warum seine Frau an dem besagten Tag von einem Chico erledigt worden ist. Aus Rache? Aus Prinzip? Geld? Oder weil die Grandma ihren Enkel nicht gehen lassen wollte? Leider bleibt dies im Raum stehen. Aber die meisten Punktabzüge muss ich für die Synchro vornehmen. Ich werde mir den Film sicher noch in Englisch reinziehen, da hier die Emotionen nur besser dargestellt werden können. Schade, dass der Film so darunter zu leiden hat. Fazit: Wer "American me", "Boyz´n´Hood" und div. mochte, sollte sich diesen Film sicher antun.
0
Animal (8/10) Ving Rhames als Knastbruder, der wegen Auftragsmorden ins Gefängnis kommt, auf ganz hart macht, und später im Knast durch einen ehemaligen Todeszelleninsassen mit gebessert wird. Doch als er entlassen wird, geht das Elend weiter: sein Sohn, der ihn als harten Kerl verehrte, ist auch als Killer gut im Geschäft, und er muss versuchen, ihn vom Abrutschen abzuhalten. Das gelingt leider nicht, und am Ende ist er tot. Der Film beginnt mit allen Cliches, und arbeitet sich dann Stück für Stück hoch zu einem prima gespielten, ab und zu dramatisch gesteigerten, aber dennoch sehenswerten Film hoch. Alle machen ihre Sache gut, und das Ende ist deprimierend,aber dennoch hoffnungsvoll. Ein unterschätzter Film, den man sich ruhig einmal ansehen sollte. Keine Neuerfindung des Rades, aber solides Kino über einen Knacki, der spät zu sich selber findet. Ebenso spannend wie teilweise philosophisch. Sehenswert
7
Sicherlich kein Meisterwerk und erst Recht keine Neuerfindung des Genres, was Regisseur David J. Burke uns da vorlegt. Aber sicherlich auch lange kein vollkommener Schuss in den Ofen; entsprechend gestählte Hiphop-Resistenzen vorausgesetzt. Was uns letztlich bleibt, ist ein solider Vertreter des Gangster/Gefängnisfilm-Genres, der mit einem gut aufgelegten Ving Rhames in der Hauptrolle zu überzeugen weiß. Kurzweilig und teilweise beinahe rührselig kitschig wird vom verzweifelten Kampf eines Vaters um das zum Scheitern verurteilte Leben seines Sohnes erzählt. Für Genre-Fans Pflicht, für Anti-Hiphop-Extremisten Gift und für den Rest 90 min, die schneller vorbeiziehen, als erwartet. Von mir 6,5/10 Punkte.