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5

Wenn man ILSA: SHE WOLF OF THE SS gesehen hat, dann kennt man bereits den besten KZ-Exploiter und kann sich den Rest im Grunde sparen. Denn einer ist wie der andere. SS CAMP 5 stammt von Sergio Garrone, der zuvor SS EXPERIMENT LOVE CAMP mit fast der gleichen Schauspielerriege und in zum Verwechseln ähnlichen Kulissen gedreht hat, weshalb er erst recht kaum ein Alleinstellungsmerkmal besitzt. Außer vielleicht noch den blonden Soldaten, der auf eine farbige Gefangene abfährt, die für ihn mit einem umgeschnallten Bananendildo tanzt. Ansonsten ist es die altbekannte Orgie mit den Kittelweibern, die abwechselnd duschen oder sich von den Nazis befummeln lassen müssen. Gekünstelte Betroffenheit bei gleichzeitigem Voyeurismus und Sadismus. Die Folterszenen sind superhart. Dazu gibt es unpassend fröhliche Musik, Schlaggeräusche à la Bud Spencer und authentische Fotos von Holocaust-Leichenbergen.

2

Mein Review bezieht sich auf eine gekürzte Version, bei der sämtliche Gewaltszenen und das Holocaust-Material entfernt wurden. Was übrig bleibt ist langweiliger Schund, den man schon in jedem zweiten Machwerk dieser Naziploitation-Schinken gesehen hat. Das Meiste bezieht sich auf billige Sex-, Orgien- und Duschszenen; die schäbige Hinterhof-Atmosphäre ist ebenfalls obligatorisch für das besagte Subgenre. In seiner Uncut-Fassung soll "SS Camp 5" anscheinend etwas heftiger und noch geschmackloser sein - ob ich mir die auch noch antun werde, steht allerdings auf einem anderen Blatt...

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