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… und wieder eine Romantic Comedy, welche weitgehend ohne eigene Ideen auskommt. „Eine Hochzeit zu dritt“ ist eine deutsch-britische Co-Produktion, das Regiedebüt von Drehbuchautor Ol Parker und ein ziemlich mittelmäßiger Film mit unverbrauchten Gesichtern.

Zur Story: Rachel („Coyote Ugly“-Star Piper Perabo) lernt auf ihrer Hochzeitsfeier die Floristin Luce (Lena Headey, „The Brothers Grimm“) kennen. Schon bald wird Beiden klar, dass sich Hals über Kopf ineinander verliebt haben. Es gibt da nur ein Problem: Rachels Ehemann Hector. Rachel muss eine Entscheidung treffen…

Eine lesbische Liebschaft – das ist so ziemlich die einzige Innovation in diesem Film. Nach der kurzweiligen ersten Hälfte des Films mit einigen wirklich gelungenen Gags (Sex-Versuch im Wald, Rachels kabbelnde Eltern) rutscht der Film jedoch danach immer weiter in die in diesem Genre obligatorischen melodramatischen Untiefen ab. Die luftig-leichte Liebeskomödie wandelt sich zum Problemfilm ohne Tiefgang, der jede triviale Konvention des Genres erfüllt. Einzig den sympathischen Charakteren und Ol Parkers unverkrampften Inszenierungsstil ist es zu verdanken, dass „Eine Hochzeit zu dritt“ auch kurz vor der Scheidung mit gelegentlichen ironischen Seitenhieben auf tradierte Beziehungsverhältnisse noch ganz passabel, wenn auch nicht hochklassig unterhält.

Fazit: „Eine Hochzeit zu dritt“ ist ein locker-leichter Sommerfilm mit Kicher-Humor, der in der ersten Hälfte den ein oder anderen Brüller hervorbringt, gegen Ende jedoch mit einem gefühlsduseligen Liebesfrust-Marathon und weichgespülter Botschaft nervt. Einzig die sympathischen Charaktere heben das mediokre, eher konventionelle RomCom-Vehikel über den Durchschnitt.

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