Kaltes Land (9 1/2 von 10)
Charlize Theron spielt in diesem ergreifenden Film eine junge Frau, die von ihrem Mann misshandelt wird und sich eine eigene Existenz aufbauen will: als Arbeiterin in einem Stahlwerk.
Zu den pesönlichen Problemen kommen noch sexuelle Übergriffe und Anfeindungen auf der Arbeit dazu. Nicht nur müssen die Arbeiterinnen jeden Tag Zoten der geistig unterschichtigen Arbeiter ertragen, es kommt sogar zu Bedrohungen und körperlicher Gewalt.
Charlize Theron spielt Oscarreif, nach ihrer Leistung in "Monster". Und der Film ist sehenswert, nicht nur, weil er ein Thema aufgreift, dass noch stets aktuell ist: das sich unterschichtige Männer, meistens mit einem geringen IQ und einer geringen Schulbildung, weil sie keine nomale Beziehung mit einer Frau eingehen können, ihr Heil in Zotereien, Pornofilmgehabe und Anmachsprüchen suchen.
Wer einmal bei der Bundeswehr seinen Grundwehrdienst abgeleistet hat, weiss, wovon ich rede, und kann sich eine Frau unter verkrachten Existenzen vorstellen, die in ihre Dumm- und Geilheit Opfer suchen.
Ein Thema, dass aktuell ist, und auch bei der jetzigen Ausländerdebatte um das Machogehabe und Ermordungen junger Ausländerinnen wieder im Vordergrund steht.
Dabei wird der Film nie voyeuristisch, driftet aber schon mal ins typisch amerikanische Gutmenschenkino ab, als sich am Ende einige im Gerichtssaal erheben, um dem Opfer beizustehen.
Alles in allem: ein guter, teilweise erschütternder Film, der jedoch angesichts der geistigen Beschaffenheit einiger mänlicher Subjekte mit niedrigem Bildungslevel nicht wirklich verwundert. Solch ein unterschichtiges Pack hat jeder schon einmal mitgemacht.
Sehenswert.