Review

Jedes Kind kennt wohl die Zeichentrickserie um „Paulchen Panther“, mit dem liebenswerten rosa Tierchen in der Hauptrolle und der berühmten Erzählstimme. Vorangegangen war dieser Serie die Krimikomödie „Der rosarote Panther“ von 1963, die quasi heute noch ein echter Glücksfall fürs Genre ist.

Da passt einfach alles zusammen:
Der Plot ist absolut genial verstrickt, welcher Beteiligte nun wen linkt und wer mit wem zusammenspielt, ist bis zuletzt nicht klar. Dieses undurchsichtige Spiel sorgt für ungeheure Spannung, wenn sich daraus turbulente Szenen ergeben, die an Situationskomik beinahe alles bisherige übertreffen. Dabei steigt die Gagfrequenz immer mehr, bis zu einer Maskenparty, bei deren Verlauf nun wirklich kein Auge trocken bleiben sollte.
Natürlich profitiert der Film von einem erlesenen Cast. Peter Sellers ist als tollpatschiger Ermittler überragend und zelebriert feinsten Slapstick mit trockenem Humor, ohne dabei ins lächerliche abzurutschen. Den vornehmen Charles Litton könnte keiner besser darstellen als David Niven, der hier dank seines Gentleman-Charmes mal wieder alle Sympathien auf seiner Seite hat und die Frauen magisch anzuziehen scheint, vor allem Prinzessin Dala, erotisch verkörpert von Claudia Cardinale. In einer Nebenrolle als junger Frauenschwarm ist Robert „Hart aber Herzlich“ Wagner zu sehen.

Der Edel-Look passt da natürlich wie die Faust aufs Auge. Rom, Paris und größtenteils Cortina d’Ampezzo – das sind die namhaften Orte, an denen gedreht wurde. An letzterem selbstverständlich bei traumhaftem Winterwetter.

Legendär wurde Henry Mancinis Hauptthema, das die Grundstimmung des Films perfekt einfängt: locker, ironisch, aber doch geheimnisvoll, weil doppelbödig.
Genrefans dürften hier ein echtes Juwel vorfinden, welches ungefähr auf einer Stufe mit Klassikern wie „Eine Leiche zum Dessert“ steht. Mehr eine Verwechslungskomödie als ein Kriminalfilm, dabei extrem kurzweilig und trotz komplexer Handlung leicht zu konsumieren. Wie gesagt: Ein Glücksfall!

Details
Ähnliche Filme