Der persische König Xerxes verbannt seine Frau Vashti weil sie sich entgegen Sitte und Brauch weigert, sich ihm unterzuordnen. Nun sucht der König in seinem Reich nach einer Frau, die Vashtis Stelle einnehmen soll. Er findet sie in der Waise Hadassah, die nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Onkel aufwuchs. Aber Hadassah ist Jüdin und sie hat Angst, bei Hofe diskriminiert zu werden. Sie nennt sich von nun an Esther. Im Palast erfährt sie, dass der Premierminister Haman plant, alle Juden im Reich zu töten. Mit ihrem Charme und ihrer neuen politischen Macht gelingt es Esther, den intriganten Plan aufzudecken und das Schlimmste zu verhindern.
Ob Bibelfilm und Soap Opera jetzt wirklich so eine heilige Verbindung darstellen, ich weiß nicht. Auch wenn wir uns hier im persischen Reich befinden gibt es tatsächlich das Buch über Königin Esther (auch wenn ich in der Religionsstunde als dieses Thema behandelt wurde gefehlt haben muß), die als Jüdin das Herz Königs Xerxes gewinnt, nachdem sie den best of Nümmerli Wettbewerb gegen 9 andere Kandidatinnen gewonnen hat. Pech ist nur, das einer der Fürsten gerade einen Genozid Cocktail angerührt hat, der die Juden zusammen mit den Griechen einer Verschwörung bezichtigt.
Allerdings hab ich mich in den zwei Stunden Laufzeit doch sehr oft gelangweilt. Die Geschichte von Anna äh Esther und dem König wird sehr schwülstig erzählt, wers mag gerne, aber hier hätte man das Ganze gern ein wenig straffer erzählen können. Zudem ist jetzt ein Ex-Boyband Sänger irgendwie nicht die optimal Wahl für einen weisen und erfahrenen Herrscher. Eigentlich schade, denn sonst hat man bekannte Namen im Cast, Omar Sharif, John Rhys-Davies, Tom Lister, aber die meisten sind schneller wieder aus dem Bild als man kucken kann. Besonders bei Peter O´Toole darf man nicht im falschen Moment auf Toilette gehen, seine Screentime ist nach einer Minute nämlich bereits abgespult.
Wer allerdings Monumentalfilm mit romantischen Hintergrund mag, könnte sogar Spaß haben. Die Sets und Kostüme sind stimmig arrangiert, auch Tiffany Dupont macht ihrer Hauptrolle sehr ordentlich. Kleiner Schwächen gibt's mal bei den CGI Hintergründen, aber das ist verschmerzbar und wer eben nicht so ein herzloser Barbar ist wie ich, kann sich mit der Liebsten ruhig mal Esther geben.
4/10