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1987 haben sich die meisten Zero Budget Amateurfilme damit begnügt, in irgendwelchen Hinterhöfen, Wäldern oder Gärten eine schlichte Slasher- oder Zombiehandlung abzuspulen. Da ist ein solcher Videorekorder-Verschwörungsplot schon recht ungewöhnlich und ambitioniert, passt aber auch in die Blütezeit der Videotheken und VHS-Raubkopien. Trotzdem kränkelt VIDEO VIOLENCE an den typischen Schwächen einer damaligen Amateurproduktion: Zu plärrender Musik gibt es verrauschte und vernuschelte Dialoge und das Erzähltempo ist ausgesprochen "gemütlich". Bei den paar vermeintlichen Snuff-Szenen sind die Morde zu simpel getrickst und daher zu durchschaubar, so dass die Illusion echtes Material zu schauen überhaupt nicht zustande kommt. Hart sind diese Momente dennoch und so zynisch überspitzt, dass sie wohl schon wieder als böse Satire gedacht waren.