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Ein harmloser Weihnachtsblödsinn, der aber leider auch erbarmungslos aufdeckt, wie sehr Jim Varney in der Ernest-Filmreihe schauspielerisch und humoristisch eingeschränkt war. Nur weil eine Komödie für die ganze Familie gedacht ist, muss sie noch lange nicht banal und dumm sein und die bekloppte Hauptfigur dazu verdonnern, nur mit Gesichtsverrenkungen und schlechten Travestienummern zu arbeiten. Ein Leslie Nielsen war doch unter ähnlichen Voraussetzungen und selbst im Falle von miesen Drehbüchern zu ganz anderen Dingen fähig. Jedenfalls waren die Suche nach dem Sinn der Weihnacht und der Dauergag mit einem Santa Claus inkognito unter uns gewöhnlichen Menschen, die ihm seine Identität nicht abkaufen, schon anno 1988 vollkommen verstaubt. Dass manche US-Zuschauer sich diesen Film jährlich reinziehen als eine Art X-Mas-Ritual, kann ich darum nicht nachvollziehen.