Jigsaw und Amanda (und irgendwie auch Dr. Gordon und der Rest der letzten Crew) sind wieder zurück.
Saw 2 (diesmal unter der Regie von Darren Lynn Bousman) erinnert interessanterweise mehr an Cube (ohne aber jemals dessen Genialität zu erreichen) als an den soliden Vorgänger aus dem Jahre 2004.
Der Beginn des Films erinnert noch am ehesten an Teil 1.
Ein Mann (ein Spitzel der Polizei) soll sich selbst das Auge herausschneiden, um an einen Schlüssel heranzukommen, der ihn von der Todesfalle auf seinem Kopf befreit.
Nach dieser Szene wird der Film kurze Zeit lang zu einem Polizeithriller, um danach munter ins Slashergenre (10 kleine Todesopferprinzip) umzuschwenken.
Kurz zum Inhalt:
Detective Eric Matthews (Donnie Wahlberg) wird zu Beginn des Streifens mit dem Tod eines Informanten konfrontiert und sein Verdacht fällt sofort auf Jigsaw (Tobin Bell). Schnell zeigt sich, dass er damit richtig liegt. Ohne es zu wollen, wird er von Jigsaw in ein Spiel, um das Leben seines Sohnes und einiger anderer Personen hineingezogen. Diese sind so zusagen die Hauptdarsteller in Jigsaws eigener Realityshow.
Irgendwie habe ich das Kino mit gespaltenen Gefühlen verlassen.
Auf der einen Seite war der Film wirklich nicht schlecht und hat dem geneigten Gorefan genauso viel geboten, wie dem Horrorgeek oder dem Thrillerfan, auf der anderen Seite hat trotzdem irgendetwas gefehlt.
Eine letzte große Grausamkeit, Musik plus Schreie bis ins Off wie beim Erstling oder etwas anderes.
Ich weiß es nicht.
Das Sahnehäubchen, das Tüpfelchen am I oder wie man es nennen will hat gefehlt.
Oder vielleicht war es einfach das Gefühl dass man sich mit dem Film schon viel weiter dem Mainstream angepasst hat als mit Saw (der in jeder Szene so einen Indicharme versprühte).
Ausserdem war die Grundidee des Streifens nicht mehr so neu und einzigartig wie bei Saw.
Noch mal kurz die Pros und contras.
Auf der Habenseite stehen innovative Sterbeszenen, ein guter (wenn auch für Horrorfans wie mich zu früh durchschaubarer) Schluss und ein toller Killer.
Auf der anderen Seite wiederum stehen etliche lächerliche Klischee-Szenen ( zum Beispiel der harte Bulle, der seine Frau mit einer Kollegin betrügt und am Schluss auch noch als korrupt und dämlich dargestellt wird), das Gefühl das Alles schon etliche Male gesehen zu haben und eine farblose Darstellerriege angeführt von Lucy aus der „Himmlisch dämlichen Familie“.
Also alles in allem etwas über dem Durchschnitt liegende Horrorkost für die Massen.