Review

Der Jigsaw-Killer (Tobin Bell) kehrt zurück! Diesmal hat er gleich acht Opfer für seine perversen Mordspiele in einer heruntergekommenen Bruchbude eingekerkert. Und obwohl Detective Matthews (Donnie Wahlberg), dem psychopathischen Massenmörder recht schnell auf die Spur kommt, nützt ihm dies herzlich wenig. Denn wo befinden sich die Opfer? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, und die Polizisten müssen per Monitor hilflos mit ansehen, wie ein Gefangener nach dem anderen auf blutigste Weise sein Leben lässt.

Nach dem erfolgreichen Kinohit "Saw", der von seiner Inszenierung her dem Stil eines besseren B-Movies entspicht - bei den Zuschauern indes helle Begeisterung durch Storyverlauf und Konzept hervorrief, gab es eine Fortsetzung dieses Horror-Thrillers. Und die ist nicht viel weniger schlecht ausgefallen als das Original. Leider gibt es in Teil 2 helle und dunkle Lichtblicke.

Die Tötungsszenen sind like "Saw 1" ganz gut ausgearbeitet worden, der Film unterhält leidlich spannend ohne Längen und die Schluss-Pointe ist bis auf eine kleine Ausnahme (die ich später noch erwähnen werde) wieder fetzig gelungen. Das Haus ist schön dreckig und düster geraten und Tobin Bell spielt auf ein neues alle an die Wand (was er natürlich viel dem Drehbuch zu verdanken hat). Sein Gegenpart Detective Matthews ist eh nur ein korrupter Jammerlappen, der gar nichts zu bieten hat, außer viele Unglaubwürdigkeiten (Was bringt´s ihm, Beweise zu fälschen, für Kleinkriminelle hinter Gitter zu bringen ? Innere Befriedigung oder doch etwa Sammel-Punkte für die Donuts-Rabatt-Karte?).

Was dann bitter auf den Magen schlägt ist z.B. die Ausarbeitung der Charaktere, die im Haus rumturnen. Die meisten bleiben durchsichtige Pappkameraden, man erfährt überhaupt nichts über sie. Das hat zufolge, dass es dem Zuschauer emotional schnurzegal ist, wenn mal einer der Anwesenden flöten geht. In diesem Fall wäre es besser gewesen, nicht so sehr auf´s Tempo zu drücken, sondern erstmal die Charaktere zum Zug kommen zu lassen. Bessere Beispiele dafür sieht man in "Cube".
Genervt haben dann auch noch die viel zu heftigen Schnitt-Wechsel bei den Gewalt-Szenen. Da kollabierte schon mal das Auge.
Der größte Minus-Punkt ist diese Unglaubwürdigkeit, wie man nun das Tor zur Fortsetzung zu "Saw 3" offen gelassen hat. Da hörte man nur das dumpfe Klatschen in meinem Wohnzimmer, als meine flache Hand meine Stirn traf. Nicht falsch verstehen - Die Auflösung in "Saw 2" ist exzellent, jedoch mit dieser Vorraussetzung in Teil 3 zu gehen kann der einfach nichts werden.

Es bleibt ein fader Beigeschmack, aber alles in allem ist "Saw 2" dank Story ein würdiger Nachfolger und liegt weit über dem Videotheken-Durschnitt im Horror-Bereich.

8/10

Details
Ähnliche Filme