Ein erfolgreicher Horrorfilm bekommt meistens eine zweite Chance und bringt auch dieser viel Geld so wird das Ganze zu einer Serie aufgebaut. So auch in der Saw Reihe. Wiederum ist der unheimliche Jigsaw am Werk und hat einige Spielchen auf Lager. Diesmal sind aber mehr Personen daran beteiligt und das ganze spielt in einem Haus voll von Fallen. Was in diesem Teil aber positiv auffällt, jeder hat eigentlich die Möglichkeit zu überleben. Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit dazu um ein paar Promille höher. Natürlich ist wieder die Auflösung der ganzen Story genial und bis dahin hat der Zuschauer keine Ahnung was eigentlich gespielt wird. Spannend ist das ganze wieder allemal. Der Stil ist wieder derselbe wie im ersten Saw und man erfährt diesmal mehr von Jigsaw und ein bisschen wird das Geschehen von Teil 1 klarer. Zuviel verraten darf man allerdings nicht, den Saw 2 lebt auch eindeutig von der Story die dahinter steht.
Brutalität gibt's natürlich auch genug und die grausamen Spiele können wieder überzeugen. Tja Jigsaw scheinen die Ideen einfach nicht auszugehen. Unheimlich ist Saw 2 doch die Intensität fällt klar zu Teil 1 ab. Je vertrauter eine Figur ist, desto weniger Furcht einflößend ist sie nun mal. Brutalität gibt es wieder genug doch auch die Psyche spielt eine Rolle. Durch die Bezugnahmen auf Teil 1 hat Saw 2 nun mal Schwierigkeiten alleine bestehen zu können. Daher sollte man sich Teil 1 schon vorher angeschaut haben. Story technisch und Film handwerklich gesehen ist alles einwandfrei. Der Regiewechsel von James Wan zu Darren Lynn Bousman ist fast nicht erkennbar. Die Schauspieler können durchaus überzeugen, doch viele sind eh nicht besonders lang im Bild. Tobin Bell als stoisch ruhiger überlegener Jigsaw ist natürlich eine Klasse für sich. Hier ist den Machern der Saw Reihe wirkliche eine interessante tiefgründige Horrorgestalt gelungen und es ist spannend mehr über die Hintergründe dieses Killers zu erfahren.