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Als eine schon fast verweste Leiche mit einer eisernen Gesichtsmaske gefunden wird, ahnt Detective Eric Matthews (Donnie Wahlberg) wer sich dahinter verbirgt. Der Puzzlemörder (Tobin Bell), dem die Polizei den Spitznamen "Jigsaw" verpasst hat, hat ein neues Opfer gefunden. Mit seiner Kollegin Kerry (Dina Meyer) kann Eric das Versteck des Killers ausfindig machen, doch Dieser hat schon ein neues Spiel gestartet. Er hat acht Menschen in ein altes Gebäude eingesperrt, darunter ist auch Erics Sohn Daniel (Erik Knudsen). In dem Gebäude befinden sich massig Fallen und Jigsaw hat zusätzlich ein Gas freigesetzt, welches die Opfer innerhalb drei Stunden tötet. Eric hat den Killer nun vor der Nase kann ihm aber nichts anhaben. Es beginnt ein Katz und Maus Spiel, während die Zeit verinnt.

"Saw" war die geniale Idee zweier Studenten, wovon hier nur noch Leigh Whannell übrig bleibt. Nachdem er Regie im Original führte, verabschiedete sich James Wan. Darren Lynn Bousman übernimmt die Reihe. Hier erarbeitete er mit Whannell das Screenplay und führt auch noch Regie. Das Budget wurde gegenüber dem Erstling verdreifacht, aber trotzdem Respekt was Bousman hier mit 4 Millionen Dollar zu Stande bringt. Durch die perfekten Vermarktungsstrategien von Lions Gate Film wurde das Sequel ein Publikumsrenner, was er aber im Endeffekt nur dem genialen Original verdanken hat. "Saw II" ist ein gutes, auch würdiges Sequel, doch die Suspense und Intensität von Wans Erstling werden nicht erreicht.
Doch Whannell und Bousman haben sich eine passable Story aus den Fingern gesogen. Diesmal kämpfen nicht nur zwei, sondern gleich acht Menschen ums Überleben. Eingeschlossen in einem Haus, vergiftet mit einem Gas, müssen sie den Hinweisen folgen um das Gegenmittel zu bekommen und um die Freiheit zu erlangen. Natürlich haben die Insassen wieder einige Gemeinsamkeiten, doch die Charaktere bleiben stereotyp und uninteressant. Nebenbei muss sich der gewalttätige Detective Matthews mit dem Jigsaw auseinandersetzen. Er sitzt ihm gegenüber, kann ihn jedoch nicht überreden das Spielchen aufzugeben. Desweiteren werden wieder einige Details über Jigsaws Vergangeheit ausgespuckt, sein wahres Motiv für das ganze Tuen, erfährt man erst in Teil vier. Hier ist es doch noch ein wenig schleierhaft, warum er die Menschen zur Raison bringen will und wirklich unglaubwürdig bleibt, wie der totkranke Jigsaw, trotz Hilfe, dieses Spiel auf die Beine stellen konnte.
Aber spannend ist das Sequel allemal und Bousman verzichtet hier noch ganz auf die nervige Wackelkamera. Die kargen Kulissen sind hier schon etwas abgedroschen, doch einige Fallen wirklich nett erdacht. "Saw II" ist zwar nicht übermäßig blutig, doch die Todesarten ziemlich fies. Gerade das Verbrennen bei lebendigem Leibe, oder der Glaskasten mit den Messern ist gnadenlos. Auch der Anfangsmord mit der Nagelmaske ist abartig fies. Durch ein paar nette Ideen, Wendungen und ordentlich Tempo verliert der Zuschauer nie das Interesse. Die Darsteller halten sich noch im guten Durchschnittsbereich auf. Tobin Bell spielt wieder alle an die Wand, mit Glenn Plummer, Shawnee Smith, Dina Meyer und Donnie Wahlberg sind noch ein paar bekannte Gesichter mit an Bord.

Bekanntlich will die Reihe ja kein Ende nehmen, Bald werden wir mit Teil fünf beglückt, doch die Qualität nimmt von Sequel zu Sequel stetig ab. "Saw II" bietet immer noch spannenden Horror ohne Durchhänger und kann noch mit einer ideenreichen Story punkten. Wer das Original mochte, wird hier auch noch gut bedient. Aber danach hätte man ruhig Schluss machen können. Schon dieses Sequel ist aus purer Geldgier entstanden.

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