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1963 war es, als eine der witzigsten Komödien-Reihen aller Zeiten ihren Anfang nahm. Peter Sellers alias Inspector Clouseau und seine Pink Panther-Reihe war geboren und zog eine Palette hauptsächlich guter Sequels nach sich. Hier haben wir nun "Ein Schuss im Dunkeln", den zweiten Streifen, um den wohl trotteligsten Polizisten der gesamten Filmgeschichte. Und während er im ersten Panther-Streifen noch Verhältnis mäßig wenige Auftritte hatte, so ist er hier endlich ständig präsent, wodurch auch die Gag-Rate in immense Höhen schießt und der Streifen dadurch noch ne Ecke besser wird, als das eh schon glänzende Original.

Dabei könnte der ganze Film fast als Parodie auf die großartigen Agata Christie- bzw. Sherlock Holmes-Filme durchgehen. Der Streifen hat eine überaus spannende und interessante Geschichte zu bieten, die trotz aller Albernheiten, Spannung bis zum Schluss garantiert. Es gibt wichtige Spuren die wieder verwischt werden, eine Hauptverdächtige und viele andere zwielichtige Gestalten, sowie perfekte und nicht ganz so perfekte Morde. Die Lösung des Ganzen bleibt bis zum Schluss verschleiert, und die Auflösung hat irgendwie etwas. Alles schön so, wie es in einem Krimi sein soll.

Doch das Hauptmerkmal des Films bildet natürlich der Spaß und der ist hier wirklich enorm. Clouseau ist einfach der wohl schrägste und witzigste Trottel, den es vor dem Herren je gegeben hat. Alles was er anfässt geht daneben, jede Situation vermasselt er aufs trefflichste. Und dabei kommt man aus dem Lachen nicht mehr heraus. Hier reiht sich ein Brüller mühelos an den Nächsten. Hier darf bei jedem Joke so heftig gelacht werden, dass man noch Stunden später Bauchschmerzen haben dürfte. Egal welche Szene man nimmt, hier stimmt einfach (so gut wie) alles.

Brillant z. Bsp. die Szene in der Clouseau probiert eine Runde Billard zu spielen, um am Ende mehrerer Queues und sogar den Billard-Tisch selbst in seine Einzelteile zu zerlegen. Oder die Stelle in der er eine Tatverdächtige in einem Nudisten-Club sucht und am Ende, Nackt am Steuer, in ein Verkehrschaos gelangt. Und natürlich der ewige Running-Gag, bei dem er selber, wieder und wieder, von der Polizei verhaftet wird. Und dies sind nur einige Beispiele. Dazu kommen Stürze am laufenden Band und der ewige Hang sich unbeabsichtigt selber weh zu tun (ich sag nur die Quetschszene am Globus;)). Wer hier nicht lacht, der kann einem (genauso wie Clouseau) nur Leid tun! Denn dies hier ist Slapstickkost der absolut besten Sorte.

Nur zweimal passiert es, dass sich der Streifen in seinen Albernheiten etwas verliert. Zum einen wäre da die Bettszene zwischen Maria und Clouseau genannt, die irgendwie in seinem Blödsinn zu ertrinken vermag. Zum anderen kann auch die Schlussszene nicht ganz überzeugen und verliert sich, am Ende, auch etwas in zu derben Klamauk. Aber bei all den Brüllern zuvor, kann man diese zwei Ausrutscher locker übersehen.

Was die Darstellerleistungen angeht, kann man zudem auch nur zufrieden sein. Peter Sellers ist wieder einmal absolut brillant und stellt seine Paraderolle so großartig da, wie es sonst kein anderer kann. Die Rolle des trotteligen Inspektors ist ihm einfach auf den Leib geschneidert. Aber auch eine junge Elke Sommers, unser früher Hollywood-Export, kann in ihrer Rolle überzeugen.

Fazit: Wohl der witzigste Streifen, der beliebten Filmreihe um Clouseau und seine wahnwitzigen Fälle. Durchgehend zum Brüllen komisch, dabei aber auch mit viel Spannung inszeniert, kann man die zwei zu derben Klamauk-Abrutscher zwischendurch, locker übersehen. Definitiv mit einer der witzigsten Filme aller Zeiten, die sich kein Komödien-Fan entgehen lassen darf.

Wertung: 8,5/10 Punkte

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