Und weiter geht es, mit der einst so prächtigen Panther-Reihe, in Richtung Bodensatz. Nach den grandiosen ersten zwei Teilen, den immer noch sehr guten Teilen 3 & 4 und den wenigstens noch durchschnittlichen Teilen 5 & 6, geht es nun wirklich rasant abwärts. Da Peter Sellers im Jahre 1983 nun schon seit 3 Jahren Tod war aber Blake Edwards immer noch mehr Kohle aus seiner beliebten Reihe holen wollte, gibt es nun hiermit den ersten offiziellen Clouseau-Film komplett ohne Sellers. Und das funktioniert einfach in keinster Weise!
Das fängt schon bei der Geschichte des Film an, die dieses mal mehr als lächerlich geraten ist. Inspektor Dreyfus soll sich um die Auffindung des verschwundenen Inspektor C. kümmern. Da er aber keinerlei Interesse an seiner Auffindung hat, beschließt er den Riesen-Deppen Clifton Sleigh an die Sache zu setzen. Blöd nur, wenn auch dieser, ähnlich wie Clouseau, mehr Glück als Verstand hat und den Inspektor damit um den Verstand bringt. Im Grunde klingt das vielleicht noch so, als wäre alles recht clever weitergestrickt worden, doch dem ist nicht so. Alles ist vollkommen wirr und ohne einen richtigen roten Faden verfasst worden. Eigentlich geht es die ganze Zeit nur darum, wie ein Gangster nach dem anderen versucht, den Möchtegern-Polizisten um die Ecke zu bringen und dabei scheitert. Nur ab und an blinzelt der charmante Verbrecher Sir Charles Litton durch das konzeptionslose Story-Wirrwarr und treibt die Geschichte wenigsten etwas voran. Ansonsten ist hier alles viel zu sehr banal, an den Haaren herbei gezogen und vor allem löchrig bis zum geht nicht mehr. Gipfeln tut das ganze Treiben dann noch in einem enttäuschenden und stupiden Ende, was so gar nicht befriedigen mag.
Jetzt kann man natürlich trotzdem noch hoffen, dass zumindest die Gags zünden wollen aber auch hier ist Fehlanzeige. Zwar sind nicht unbedingt alle Jokes Blindgänger, manch einer ist sogar typischer Edwards-Humor, den man auch in den Vorgängerfilmen zu Hauf erleben durfte (man denke nur an die herrliche Schirm-Szene oder den Gag mit der Parade), aber Hauptdarsteller Ted Wass besitzt leider in keinster Weise das Talent eines Peter Sellers und versteht es kaum, die Witze optional herüberzubringen. Wo man sich bei Sellers teilweise auf dem Boden gekugelt hätte vor Lachen, so kann man bei ihm höchstens mal Schmunzeln. Doch meistens ärgert man sich nur, dass man Sellers so einen unwürdigen Nachfolger verpasst hat. Schade!
Was die Inszenierung angeht, so wirkt hier alles ebenfalls nicht mehr sonderlich aufwändig. Meist hält sich alles eher auf TV-, als auf Kinoniveau. Anscheinend wollte Edwards einfach nur noch schnell einen Panther-Film abdrehen, ohne sich die dafür zuständige Mühe zu machen. Ein wirklich ganz trauriger Abgang dieser Reihe.
Darstellermäßig passt sich das Niveau dem Film an. Ted Wass ist als Möchtegern-Clouseau, wie schon erwähnt, einfach nur schlecht und kann seine Rolle als trotteliger Polizist Clifton Sleigh wirklich in keinster Weise ausfüllen. Herbert Lom ist merkbar zu alt für seinen Charakter geworden und auch David Niven hat schon besseres geleistet. Hierdurch kann der Film also auch nicht gerettet werden!
Fazit: Trauriger 7. Teil der hochkarätigen Panther-Reihe, der einen eigentlich mehr traurig als fröhlich stimmt. Eine lasche Geschichte hält die müde umgesetzten Gags kaum zusammen, und egal welches Detail man sich auch betrachtet, man kann in wirklich keinster Weise mehr glücklich damit werden. Nur die Tatsache das die Witze, teilweise, eigentlich gut zu gebrauchen wären und eben "nur" schlecht umgesetzt wurden, retten den Film vor dem absoluten Bodensatz. Diesen Streifen haben aber weder die Panther-Fans, noch Peter Sellers in irgendeiner Weise verdient!
Blake Edwards schäm dich!
Wertung: 3/10 Punkte
P.S. Noch grausamer kann da wohl nur noch "Der Sohn des rosaroten Panthers" sein!