"Der rosarote Panther" gehört definitiv zu einer der besten Filmreihen aller Zeiten. Vor allem die ersten vier Teile können für einen Brüller nach dem anderen sorgen, was vor allem an dem begnadeten Peter Sellers liegt, der einfach nicht anders kann, als komisch zu sein. Doch mit "Revenge of the Pink Panther" ging es, trotz Sellers, erstmals leicht Bergab. Trotzdem brachte auch dieser Teil viel Kohle in die Kassen und Blake Edwards wollte unbedingt noch weitere Panther-Filme bringen, denn Geld stinkt bekanntlich nicht. Doch was tun, wenn der Hauptdarsteller bereits seit zwei Jahren verstorben ist (Peter Sellers starb 1980!)? Man nehme einfach (teilweise auch nicht verwendete-) Szenen aus früheren Filmen und schustere sie aneinander. Herausgekommen ist dabei aber leider nur noch ein mäßiges Clouseau-Filmchen!
Die Qualität der Story ist dabei schon einmal weit entfernt von den Geschichten der früheren Filme. In der ersten halben Stunde wird Clouseau (durch nicht verwendete Szenen früherer Filme) nach London beordert und fliegt auf einem Chaos-Flug dorthin. Danach verschwindet er so mir nichts dir nichts und eine Reporterin heftet sich dabei an seine Fersen. Und von nun an werden nun noch einmal, mal bessere mal schlechtere, Szenen von frühren Clouseau-Abenteuer gezeigt, bis zum hirnlosen und völlig abrupten Schluss. Ein roter Faden fehlt in diesem ganzen Wirr-Warr, alles wirkt nur lieblos aneinandergeklatscht, ohne das es richtig Sinn macht. Sicherlich mag es sehr schwer sein eine passende Geschichte zu schreiben, wenn der Hauptdarsteller nur durch Archiv-Material zur Verfügung steht. Doch eine etwas durchdachtere Geschichte, die vor allem nicht so schluderich aneinander gesetzt wirkt, wäre durchaus drinnen gewesen.
Das beste am Film sind dabei natürlich die rückblickenden Szenen, mit einem Peter Sellers in Topform. Dabei gibt es u.a. noch einmal die besten Kampfszenen mit Kato zu sehen, die verrückte Verfolgungsjagd aus dem ersten Film, Clouseaus herrliche Aufstellung von völlig banalen Fakten und vieles mehr. Das Blake Edwards mit diesem Film vor allem auch eine tiefe Verbeugung vor Sellers großartigem Können durchführen wollte, merkt man wirklich in jeder Szene.
Ansonsten schleicht sich die, wie schon erwähnt, banale Geschichte aber nur so vor sich hin. Das Tempo früherer Edwards-Filme ist vollkommen abhanden gekommen, alles zieht sich und will nicht so recht vom Fleck kommen. Das Gefühl von gepflegter Langeweile, zwischen den Sellers-Szenen, dürfte sich wohl des öfteren einstellen! Schade eigentlich!
Was die Darsteller angeht, so können nur noch, neben Sellers versteht sich, David Niven als Gentleman-Verbrecher Sir Charles Litton und Herbert Lom als durchgeknallter Inspektor Dreyfus überzeugen. Alle anderen spielen allenfalls auf mäßigem Niveau und enttäuschen (vor allem Cato-Darsteller Burt Kwouk wirkt hier sehr lasch!)
Fazit: Leider nur noch mäßig witziger Clouseau-Streifen, der seine Höhepunkte wirklich nur in den (Gott sei Dank recht reichhaltigen) eingefügten Sellers-Szenen zu finden vermag. Ansonsten ist bei der banalen Geschichte und der vollkommen Tempo-Freien Inszenierung eindeutig die Luft raus. Sellers würde sich zwar nicht unbedingt im Grabe herumdrehen, aber wirklich froh wäre er über dieses Ergebnis wohl auch nicht gewesen.
Wertung: 5/10 Punkte