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Eine High School, ein paar ansehnliche junge Damen, sportliche Kerle und ein scheinbar unverwundbarer Killer - so einfach werden heute Slasher gemacht.
Mit „Devon´s Ghost“ kommt ein weiterer Streifen dieser Art daher und bietet zumindest Fans des Genres solide Unterhaltung.

Vor 10 Jahren erschütterte eine Mordreihe die Gemeinde rund um Canyon City. Der siebenjährige Devon soll von seinen Eltern ermordet worden sein, doch von seiner Leiche fehlt bis heute jede Spur, ein Jahr später starben die Eltern.
Nun wird die örtliche High School neu eröffnet und schon am ersten Schultag geschieht ein Doppelmord…

Es ist wirklich der austauschbare Teenieslasher ohne doppelten Boden, irgendwo zwischen Jason XY und weiteren unkaputtbaren Bösewichten, die Jagd auf junge Menschen machen.
In diesem Fall sieht der Killer aus wie ein Schatten von Eminem, gleicher Gang, Baseball Cap auf und trägt ein entsprechendes Shirt. Seine Mordwaffe ist ein umgebauter Baseballschläger mit integriertem Blatt einer Kreissäge. Sein Gesicht sieht man erst nach 42 Minuten und bis dahin ist das Treiben teilweise derbe langweilig.
Man muß Schülern mit merkwürdigen Namen (Symphony, Freedom, Genesis) bei Vermutungen über die Legende folgen, auf eine Grill-Party und zum unerotischen Liebesspiel. Dabei ist es zwar erfreulich, dass niemand ein Handy besitzt und man sich im Unterricht Nachrichten noch mit Papierkügelchen übermittelt, aber es fehlt an Tempo.

Deutlich unterhaltsamer fällt die zweite Filmhälfte aus, denn Bloodyboy Devon schreitet endlich zur Tat: „Ich will spielen“ (Ist auch der einzige Satz, den er beherrscht).
Die ersten Morde fallen weniger explizit aus, teilweise geschehen sie sogar nur im OFF(oder die Filmschere war am Werk). Etwas mehr gesplattert wird gegen Ende, was aber dennoch kein Fest für Gorehounds ist, ein abgetrennter Arm und ein paar Fleischwunden schockieren nicht allzu sehr.
Die unterhaltsamsten Szenen ergeben sich bei der direkten Auseinandersetzung mit dem Tunichtgut, aus denen ein paar gar nicht mal so schlecht choreographierte Fights hervorgehen.
Denn die beiden Survivor können etwas Ähnliches wie Karate und wenn der männliche Held für den Showdown von drei Cops aufgehalten werden soll, weiß der sich eben zu wehren.

Verantwortlich für die Story ist eine gewisse Karan Ashley, die auch gleich die Hauptrolle der Symphony übernommen hat. Überraschungsarm die Geschichte, ausreichend ihre Darstellung, aber immerhin macht sie optisch was her, gleiches gilt für die übrigen Akteure.
Als Liebhaber des Genres wird man dem Film sicher etwas abgewinnen können und wenn man die erste Filmhälfte übersteht, wird einem anschließend das geboten, was den typischen Teenieslasher so unterhaltsam macht.
Knapp am Durchschnitt vorbei,
4 von 10 Punkten

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