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Trotz üppiger Ausstattung und Weltstars wie Al Pacino, Donald Sutherland und Nastassja Kinski (diesmal optisch ganz besonders hinreißend, weil irgendwie "wilder") fühlt sich dieses Historiendrama einfach nicht groß und episch an und langweilt an vielen Stellen bloß. Ein blutiges Schlachtengemälde, wie es Hollywood nur ein Jahrzehnt später gerne mal zeigen sollte, wird hier noch nicht gezeichnet, auch wenn mal ein geliebtes Familienmitglied melodramatisch in den Armen eines Verwandten zu krepieren droht. Doch das hält nicht lange nach, das hätte man auch wirkungsvoller und noch emotional packender bringen können. Auch das Leid der nach Freiheit strebenden Amerikaner unterm Joch der Briten hätte intensiver dargestellt werden können. Die Schande der "feigen" Fahnenflucht wird einmal kurz angerissen, doch auch da kommt nicht viel.