Review

Jean Claude van Damme hatte " Wake of Death ", Steven Seagal " Submerged und Mercenary for Justice " und nun hat auch Dolph Lundgren mit " The Mechanik " einen Höhepunkt im Action B- Movie Bereich ergattert.
Für Lundgren ein ganz besonderer Film, denn von ihm ist die Story, welche dann von Bryan Edward Hill zum Drehbuch umgewandelt wurde und er führt hier Regie. Natürlich übernimmt er auch gleich die Hauptrolle.
Für " The Mechanik " ließen die Jungs von der Actionproduktionsfirma Nu Image mal etwas mehr an Budget springen. Zwar dreht man wieder im billigeren Russland, versucht aber diesmal damit kein anderes Land darzustellen.
Für Dolph Lundgren eindeutig ein Hoch, zwar war " Direct Action " schon mehr als ordentlich, aber hier legt er noch eine Schippe drauf.

Vor sieben Jahren verlor der Ex Speznaz Agent Nicolai Cherenko ( Dolph Lundgren ) seine Familie. Diese wurden von Drogenboss Sasha grausam ermordet. Nun arbeitet Nicolai in den USA als Mechaniker. Doch eines Tages bekommt er von der Frau eines reichen Geschäftsmannes einen Job angeboten. Ihre Tochter sei von Sasha entführt worden und Nicolai soll sie nun zurückbringen. Also fackelt er nicht lange und reist nach Russland wo er den Job mit Hilfe von Burton ( Ben Cross ) und einem kleinen Team durchführen soll. Die Aktion gelingt, doch Sasha will Nicolai unbedingt tot sehen und macht sich mit seinen Mannen an die Verfolgung.

An Story ist auch Dolphi nicht viel eingefallen und es gibt einige kleine Logikschwächen zum Beispiel wie kommt die Frau des Geschäftsmannes ausgerechnet auf Nicolai, wie konnte Sasha das Attentat am Anfang überleben und warum bringt Nicolai die Bewohner seines Dorfes in unnötige Gefahr ?
Aber darüber lässt sich hinweg sehen, da man sich eh nicht lange mit der Story aufhält, sondern zur Sache kommt.

Und dabei geht man nicht zimperlich vor, denn die Action ist ganz schön hart anzusehen. Es gibt einige blutigste Einschüsse und Detailaufnahmen und das Blut spritzt öffters mal in der Gegend herum. Außerdem bietet uns Lundgren einige harte Nahkämpfe, wo er ohne Double zeigt, dass er es immer noch drauf hat. Überhaupt geht Lundgren hier recht brutal zur Sache, denn der Schmerz der toten Familie sitzt immer noch tief und so erschießt er gnadenlos seine Gegner oder schlitzt ihnen auch mal die Kehle auf. Manche mögen das für pure Gewaltverherrlichung halten, ist es eigentlich auch, aber wir Actionfans bekommen in diesen kargen Zeiten endlich mal wieder einen richtig harten und zudem noch guten B-Actioner geliefert.

Vor allem beim Look hat man sich echt Mühe gegeben, denn " The Mechanik " sieht teurer aus, als er wirklich ist. Vor allem der Einsatz von sparsamen Zeitlupen passt sehr gut.
Da der Film in Russland spielt ist demnach auch die Kulisse sehr trist geworden. Der Himmel ist stets bewölkt, es ist kalt, das Wetter ist einfach nur unfreundlich, die Autos sind alt und auch die Häuser sind recht armselig. So wirkt die Kulisse sehr bedrückend und passt sich somit wunderbar dem Geschehen an, denn Humor ist hier kaum vorhanden.
Auch der Score von Elia Cmiral iat sehr bedrückend und traurig. Da die Russen meist gerne Techno hören, wird dies als noch ein bisschen in den Sound gemixt. Auch der Sound ist sehr gelungen, obwohl er nicht gerade viel Abwechslung zu bieten hat.

Dolph Lundgren hat es noch drauf. Er ist immer noch ein guter Actionstar und hat für den Film auch hart arbeiten müssen. Die Figur des Nicolai soll aber gar nicht zu sympatisch sein, er ist gnadenlos und in seinem Fach ein echter Profi, lachen tut er ganz selten und Sprüche klopfen fast gar nicht. Aber die Idee bei einem alten Bus, einen Seidenstrumpf als Keilriehmen zu benutzen ist herrlich.
Auch Ben Cross alias Burton macht hier auf sich aufmerksam. Er ist ein witziger Charakter und hat Charisma. Außerdem lockert er den ernsten Plot etwas auf.
Auch die restlichen Darsteller sind sehr gut gewählt und meistens wurden ganz unbekannt Darsteller eingesetzt. Aber es gibt hier keinen Totalausfall.

" The Mechanik " ist Dolph Lundgrens bester Film seit langem. Er wurde von Nu Image produziert und ist ein B Actionmovie, sieht aber sehr professionel aus. Die Action ist recht zahlreich und bietet blutigste Einschüsse und ein paar Nahkämpfe. Vor allem das lange Finale ist klasse. Die Atmosphäre und der Sound sind sehr bedrückend und passen sich perfekt dem Geschehen an. Auch die Darsteller vor allem Dolph Lundgren machen ihre Sache sehr gut. Endlich kommen Lundgren Fans wieder auf ihre Kosten, hier kann man ohne zu zögern zugreifen.

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