Review
von Puuka
Wofür andere Regisseure 90 Minuten brauchen, erledigt Dolph Lundgren im Vorspann zu seiner zweiten Arbeit als Filmschaffender.
In den ersten 5 Minuten des Werkes „ The Mechanik" verliert Automechaniker Nick Cherenko (Dolph Lundgren) seine gesamte Familie in einem Russian Mafia Shootout und rächt sich am Urheber Sasha!
Ein Drehbuch wie die Steuererklärung von Friedrich Merz; Passt auf einen Bierdeckel.
Herr Lundgren hat seinen Stoff inszenatorisch im Griff, d.h. er verliert von der ersten Minute an kein Tempo, verliert sich nicht in Füllstoff und Nackter Haut, sondern konzentriert sich ganz auf seine martialische Rachegeschichte.
Der Film unterteilt sich in die Abschnitte:
Cherenko verliert seine Familie und rächt sich.
Cherenko wird angeworben um eine nach Russland
verschleppte Frau zu befreien und stellt dabei fest dass Gangsterboss Sasha noch lebt.
Ein schlagkräftiges Team wird zusammengestellt
Befreiung der Gefangenen.
Flucht.
Endschlacht und Abrechnung.
Im Gegensatz zu Machwerken wie „Crank" (gedreht von Absolventen der Dr. Uwe Boll Schule für Filmschaffende) legt Herr Lundgren sein schmales Budget gekonnt an. Die Gewaltszenen sind blutig und brutal ohne in jene modische Hollywood Cartoon Gewalt zu verfallen oder ins Menschenverachtende abzurutschen.
Es gibt keine Zeitlupen, keine Kamera die von einem Parkinson Erkrankten bedient wird (der sogenannte M. Bay Effekt) und die Musik passt dramaturgisch zum Geschehen, ohne den Himmel voller Geigen zu hängen oder in amerikanische Fahrstuhlmusik zu verkommen. Welch eine Erholung...
Und Überraschung!
Regisseur Dolph Lundgren weiß um die darstellerischen Schwächen des Schauspielers Lundgren und inszeniert gekonnt um die Wogen herum. Kein peinliches Fettsackgeschwabel und schlanke Stuntmänner mit Pferdezopf wie bei Shakespeare Urgestein Steven Segal.
Die einzige Schwäche im Film ist der USA Abschnitt. Dieser wirkt Volkommen an den Haaren herbei gezogen. Gerade besagter Abschnitt, sowie die Übergabe der jungen Frau zum Ende des Films, wirken aufgesetzt und vollkommen unglaubwürdig.
Trotz alledem ist „The Mechanik" eine Reise wert sollte mal der Appetit auf Blutwurst bestehen.
Begutachtet wurde „The Mechanik" in der uncut Extended Version SPIO/JK. Die deutsche DVD bietet eine Deutsche Tonspur (russische Passagen untertitelt) sowie den englischen Originalton (englische Passagen nicht untertitelt! Russische schon!)