Sieben Jahre nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes hat der ehemalige russische Elitesoldat Nicolai Cherenko endlich Frieden gefunden. Drogenbaron Sasha, der für den Mord an seiner Familie verantwortlich war, musste für die Tat mit dem Leben bezahlen. Das glaubt zumindest Nicolai, der inzwischen illegal in den USA als Mechaniker arbeitet. Als man ihm den Job anbietet, die Tochter eines Geschäftsmannes aus der Gewalt der russischen Mafia zu befreien, lehnt er zunächst ab, Doch dann erfährt er, wer hinter der Entführung steckt: Kein anderer als der tot geglaubte Sasha.
Für the Mechanik hat sich der alte Schwede Dolph Lundgren mal so richtig ins Zeug gelegt, denn neben der obligatorischen Hauptrolle führte er noch Regie und schrieb sogar am Drehbuch mit. Nu Image spendete sogar eine handvoll Milliönchen um das Projekt in Fahrt zu bringen und so durfte man gespannt sein, wie Lundgren für sich selbst einen guten Film vorstellt, der an alte Glanzzeiten anknüpfen soll.
Allerdings bin ich aus unerfindlichen Gründen mit dem Film nicht wirklich warm geworden, da gefiel mir Missionary Man beispielsweise deutlich besser. The Mechanik bietet nämlich viel was das Actionherz so begehrt, harte und kompromißlose Shootouts, eine gute Kamera und eine Reihe beinharter Szenen. Allerdings passiert zwischen diesen Szenen irgendwie nix weiter von Wert. Die Charaktere sind weitgehend gesichtslos und spielen ihre Rolle weils eben so im Drehbuch steht, außer Lundgren, der zu Beginn seinen tragischen Background verpaßt bekommt, sind das eigentlich alles austauschbare Figuren, besonders der Bösewicht ist eine charisama- und motivationsfreie Zone ohne Wiedererkennungswert.
Wenn denn nämlich mal nicht gerade geballert wird als gäbs kein Morgen, trudelt der Streifen doch ziemlich orientierungslos dahin. Wenn der standhafte Lundgren in sekundenschnelle seine Meinung ändert, bloß weil seine Landsfrau ein Photo ihres entführten Schatzis vor die Nase hält, frag ich mich ebenso warum, wie bei des Mechaniks erster Aktion als er doch unmotiviert vor dem Hideout des Bösen schlurft mal eben die Türsteher verkloppt und anschließend abzieht, ohne was erreicht zu haben, außer das die Fiesos jetzt bestens gewarnt sein müßten.
Zwischendurch wirds dann sogar etwas zäh, wenn Dolph mit dem berühmten Damenstrumpf den Motor repariert (gabs ja seit zärtliche Chaoten schon lang nicht mehr) oder ähnliche Nebensächlichkeiten auf der Flucht nach Finnland stattfinden. Lundgren mag zwar ein akzeptabler Actionheld und ambitionierter Regieneuling sein, aber zu Mechanik hab ich keinen rechten Zugang gefunden. Schön immerhin das er sich zu seinen Basics zurück orientiert, aber ein Meisterwerk ist der Film sicher nicht.
5/10