....because your mine...I walk the Line..... ....Na Ja; so konsequent war der Gute dann doch nicht. Jedenfalls nicht seine erste Ehe betreffend; die wegen der langjährigen Liebe zu seiner Sängerin June Carter (endlich mal wieder eine geforderte Reese Witherspoon) dann doch in die Brüche ging. Der Titelgebende; zu seinen bekanntesten Songs zählende Evergreen; kann man auch als gute Kritik an der langersehnten Johnny Cash Filmographie "Walk the Line" ansehn. Der Film fängt stark an und hört mindestens genauso gut auf. Er beginnt mit hämmernden Bässen und Gitarrenriffs und einer Kamerafahrt durch die leergefegten Zellen des Folsom Gefängnisses. Dies lässt einen erahnen, was die sämtlichen Insassen eines der berüchtigsten Zuchthäuser Amerikas im Speisesaal wohl für ein Glück verspürt haben müssen. Doch das ist nur das Intro, Mr.Cash wird diese Bühne erst zu einem späteren Zeitpunkt betretten. Nämlich dann wenns ihm wirklich wieder gut geht, und das ist noch ein weiter Weg. Es folgt der Rückblick, dieser beginnt mit dem wohl härtesten Schicksalsschlag seines Lebens, und dies bekommt der Zuschauer auch eindringlich zu spüren. Der Film rollt die Jahre Mitte der 30er-Anfang der 70er auf und zeigt den Werdegang und die aufregendsten Jahre im Leben des wahren "Man in Black". Joaquin Poenix liefert die bis dato beste Vorstellung seines Lebens ab und spielt wie ein Besessener, was Mr.Cash in irgendeiner Form ja auch war. Zumindest bis er mit seiner wahren Liebe endlich zur Ruhe kam und seinen Frieden fand.
Das genialste an dem Film sind, wie es sich gehört, natürlich die Auftritte. Phoenix und Witherspoon singen selbst, und das mit bravour. Und man bekommt fast eine Gänsehaut wenn man seinen stahlharten Blick und die Gitarre im Anschlag wie eine Waffe auf das Publikum gerichtet sieht. Ein Film der tief bewegt und nichts wichtiges auslässt, auch nicht seinen Niedergang bis zum Zusammenbruch, nachdem er sich nur langsam erholte. (das Wortspiel "Phoenix aus der Asche" spar ich mir jetzt)
Der zu Anfang erwähnte Auftritt in Folsom stellt den Knackpunkt im Film und den Wendepunkt in Cashs Leben dar. Ich hätte mir allerdings mehr als nur einen Song von diesem Auftritt im Film gewünscht. Kam etwas zu kurz im Endeffekt, ist aber auch der einzigste Minuspunkt. Der Film hat kein richtiges Happy End, da es ja noch lange nicht das Ende war....aber symbolisiert das es von nun an besser werden wird....bezogen auf einen ganz persönlichen Teil seines Lebens...in dem sich alles andere wiederspiegelt...
Ich bin froh das diesem Ausnahmemusiker solch ein filmisches Denkmal gesetzt wurde, und bin durch diesen Film erst zum richtigen Fan geworden.
Eine 9/10 dafür.