Ein junges Pärchen verzichtet auf
alle Collegeambitionen und zieht in eine mittelständische
Vorstadtsiedlung. Zwar wundern sich die Verliebten über die sehr
verlassene & trostlose Umgebung, doch will man sich davon nicht
beirren lassen, schließlich erhofft man sich den amerikanischen
Traum. Schon bald lernt man auch die Nachbarschaft etwas näher
kennen. Da wäre zum einen das taub wirkende ältere Ehepaar,
bei dem fast jeden Abend der Krankenwagen vorbeischaut und zum
Anderen der verwahrloste, debile Einsiedler. Letzterer erweist sich
bald schon als der Ursprung allen Übels, bringt er den neuen
Nachbarn doch gerne mal vergiftete Schokolade als Präsent vorbei
oder bricht nachts ein um den Kühlschrankinhalt zu überprüfen.
Bei soviel unerwünschter Liebenswürdigkeit ruft man dann
auch mal die Herren Staatsdiener zur Hilfe, doch die bringen den
Neulingen nicht viel Verständnis entgegen, schließlich
handelt es sich bei dem Angezeigten ja um den Sohn des kürzlich
verstorbenen Bürgermeisters.
Da haben wir also den psychotischen
Schmutzmenschen mit den vielen Sonderbarkeiten. Lauscht er doch den
ganzen Tag der urchristlich-fundamentalen Radioshow eines
Domian-ähnlichen Seelenfängers, um dabei in seiner
hexenhaften Gruselküche diverse Ekelhaftigkeiten für die
liebe Nachbarschaft zu brauen. Ansonsten liegt er gerne auf einer mit
unterschiedlichsten Körperflüssigkeiten behafteten
Matratze, um sich auf höchst einfallsreiche Art und Weise am
eigenen Leib zu vergehen.
Der mir bis
dato völlig unbekannte Regisseur mit dem Namen Graeme Whifler
beschehrt uns hier einen feinen Nachbarschaftsterrorfilm, der es
schafft bis zum Schluss hin immer mehr an Fahrt zu gewinnen und dann
in einer grausamen Goreszene seinen Abschluss zu finden. Bis dahin
offenbart der Anfangs nur als unheimlich empfundene Einsiedler immer
mehr sein wahres diabolisches Inneres. Durch die immer wieder
eingespielten Radioshowsequenzen, in denen sich beispielsweise
Medikamentenabhängige oder Inzestopfer beim Moderator Seelenheil
versprechen, gewinnt der ohnehin schon sehr morbide Streifen noch
eine religiöse Komponente.