Die vorherrschende Stimmung und Atmosphäre bei Dead Next Door ist eine Mischung aus Ekel und Abscheu.
Amateurmäßiges Niveau erzeugt der direkte Gebrauch der Digitalkamera. Von großer Kino-Optik fehlt jede Spur. Digital Handmade kommt er daher - der Streifen, der hin und wieder zum Erbrechen ekelig und dann wieder ekelig langatmig ist. Terror wird hier weniger verbreitet als krankhafter Wahnsinn und mörderischer "Durchfall". Die Hauptdarsteller machen ihre Sache ansehnlich passabel - doch sie kommen über das Mittelmaß nicht hinaus.
Schwarzhumorige Einlagen, die meistens die Grenzen des guten Geschmacks ausloten und übertreten, verkürzen die Spielzeit zum nächsten widerwärtigen Schleim- oder Kotzeffekt. Die Storyline an sich ist nicht der Rede wert.
Einzig die Widerlichkeiten halten den geneigten Zuschauer bei Stange.
Strange kommt das Teil nicht daher - es hat eher den sicken Touch der TCM-Reihe ohne Spannung und Terror.
Abschließend sei noch erwähnt, dass die finale Splattersequenz echt ein Bringer ist und dem Streifen einen würdigen Abschluss verschafft.
Innovative Story: 2 Punkte
Ekelfaktor: 8 Punkte
Psychopath: 7 Punkte
Finale Splatterei: 7 Punkte
Durchschnittlich also 6 Points für die Kotztüte.
Wohl bekomm´s.
Fazit:
Der Covertext zieht einen Psychopathen-Vergleich zu Norman Bates aus Hitchcock´s Psycho.
Ebenso könnte man "Kuchenbacken" mit "Arschbacken" vergleichen.
Dead Next Door ist widerlich gut - Psycho ist WIRKLICH gut!