Review

der Kritik liegt die deutsche Koch DVD zugrunde.

"Hatchet For The Honeymoon" ist definitiv eines der schwächeren Werke Bavas.

zur Story:
John Harrington, ein reicher Serienkiller und Playboy ist Mitbesitzer eines Modehauses seiner Frau Milded. Diese führen eine einseitige Beziehung. Mildred fühlt sich nach wie vor hingezogen zu John , er dagegen möchte sich scheiden lassen. Dies führt zu ständigen Streitereien der beiden was in einer Tragödie endet. John versucht seinen kranken Geist zu erforschen, versucht durch ständig neue Morde (sehr unspektakulär) auf des Rätsels Lösung zu kommen, warum er ein zwanghafter Mörder ist.

Puuuh, anstrengende Kost die uns da Bava vor's gespannte Auge setzt. Das ganze beginnt so schön mit dem Mord an einem Brautpaar im Zug. Kameratechnisch sowie optisch wunderschön von Bava umgesetzt. Alles wunderschön im 60ger Jahre Style und in bunten Bildern präsentiert. Nach und nach verliert sich die leicht verworrene Story zwischen Giallo, Geistergeschichte und Komödie.

Die Bilder sind wie bereits erwähnt schön umgesetzt und ja, Bava verstand sein Handwerk auch in diesem Film. Doch die Story ist zu unausgeglichen und hat absolut keine Spannung was dem Film wirklich schadet. Alleine die schöne Optik macht noch keine gute Unterhaltung aus, auch wenn der Film vom großen Bava stammt. Die Idee mag ja reizvoll gewesen sein einen Crossover aus 3 Genres zu schaffen aber alles scheitert am schwachen Drehbuch und der fehlenden Spannung.

Herausgekommen ist ein buntes, ja sogar psychedelisches Filmchen, das zu recht in der Versenkung verschwunden ist. Zudem nervt der Soundtrack gewaltig. Mag die Musik auch zu der damaligen Zeit "hipp" gewesen sein, mich aber hat das sehr gestört dieses Jazzgedudel. Die Musik passt auch nicht zu den Bildern. Da hatte Jesus Franco mit "Vampyros Lesbos" einfach den besseren psychedelischen Score.

Ein weiterer Minuspunkt ist der Komödienanteil im Film. Wobei das natürlich nicht ganz richtig ist hier von Komödie zu sprechen, ist wohl eher als Satire zu verstehen. Dies funktioniert anfänglich noch vortrefflich, gerät jedoch im Laufe des Films zu sehr in den Hintergrund.

Der Spannungsanteil ist der größte Minuspunkt, es gibt keine. weder die Ermittlungen des Komissars noch die Morde lassen so etwas wie "Spannung" aufkommen. Die Auflösung des Ganzen zum Schluss ist dann doch sehr vorhersehbar und unspektakulär. Sehr schade, aber das liegt definitiv am Drehbuch und nicht an Bava, den ich diesen Fehlgriff auch gerne verzeihe.

Schauspielerisch bewegen sich die Akteure im Durchschnitt bzw. wirken teils recht hölzern. Mir war unser "Held" nicht "durchgeknallt" genug für seine Rolle. Zu wenig Emotion bzw. schauspielerisches Können.

Der Blutgehalt liegt bei null, was bei diesem Film jedoch nicht weiter stört, da Bava die Person des Killers hervorheben wollte und nicht die Gewalt. Das Gezeigte dürfte einer FSK12 Abnahme entsprechen.

Fazit: ein Fehlschlag Bavas der in der Sammlung ruhig fehlen darf und nur Komplettisten zu empfehlen ist. Nur das Handwerkliche Können Bavas rettet den Film vor dem totalen Absturz (mal ganz abgesehen vom grottigen Score)

05/10

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