Auf dem Höhepunkt seiner Karriere inszenierte MTV-Komiker Tom Green seine erste Regiearbeit „Freddy got Fingered“ und übernahm erstmals die Hauptrolle in einem Spielfilm.
Auch das Drehbuch stammt aus seiner Hand und so gibt es niemanden der den Wahnsinn eines Tom Greens zügeln könnte, denn die Produzenten ließen offensichtlich völlig freie Hand. Das was Green hier präsentiert ist kommerziell sowie künstlerisch von Anfang an zum Scheitern verurteilt: Die hier gebotene Derbheit und Respektlosigkeit auf ein Kinopublikum los zu lassen ist schon ein absolutes Wagnis.
Schauspielerisch kann keiner wirklich überzeugen, Totalausfälle sind erfreulicherweise aber nicht dabei. Besonders die extrem hohe Präsenz von Tom Green wirkt sich störend auf die Gags aus, denn mit dieser geballten Ladung von ihm wird deutlich wie klein seine Fähigkeiten doch sind. Im Gegensatz zu Pauly Shore schafft er es allerdings wenigstens in dieser debilen Rolle zu überzeugen.
So unterhaltsam das Ganze dann noch anfängt, der Handlungsverlauf ist unzusammenhängend und wird gänzlich uninteressant. In der Mitte des Films hat man das Gefühl das es keine Verbindungen zwischen den einzelnen Sequenzen gibt und lediglich so viele Abartigkeiten wie möglich in das Endprodukt einfließen sollten. Dabei wird die ohnehin flache Story total vergessen. So macht sich schnell Langeweile breit und zu ertragen ist „Freddy got Fingered“ eigentlich nur in einer ausgelassenen Runde. Sich auf diesen Film zu konzentrieren hieße körperliche Schmerzen leiden.
In all dem Chaos blitzt aber mehr als nur ein paar mal auch ein subversiver Humor auf, der in seiner konsequenten Destruktivität durchaus zu gefallen vermag. Doch das ist natürlich sehr geschmacksabhängig…
Die 5 Goldenen Himbeeren sind auf jeden Fall vollauf verdient, denn insgesamt kann man eigentlich von einer Katastrophe sprechen. Ansehen kann man sich den Flm trotzdem denn so viel Wahnsinn kriegt man sonst wohl kaum geboten. Und das gilt nicht nur für den Bereich Komödie.
05/10 Punkte, aufgrund zwiespältiger Qualitäten
Fazit: Haarsträubend ist noch vorsichtig formuliert angesichts diesem Werk, doch eine deutsche Auswertung auf DVD hat der Film auf jeden Fall verdient.