Das junge Paar Glen und Liz erbt ein altes Schloss in der kalifornischen Wüste und macht sich auf, um es zu besichtigen. Dort wohnen bereits seit 60 Jahren die Townsends zur Miete – ein Ehepaar, das im Keller junge Frauen als Blutvorrat festhält, unterstützt vom Butler George, während ein entflohener Mörder und Vollmond-Wahnsinniger das Chaos vervollständigt.
Ein billiger Vampir-Trash, der Dracula nur im Titel vermarktet und ansonsten absolut nullkommanull mit dem aristokratischen Spitzzahn zu tun hat. John Carradine als treuer Butler George und “Count Dracula-Fanboy” ist mit würdevoller Präsenz der einzige Lichtblick. Der gesamte Rest des Casts wirkt bestenfalls hölzern und steif, schlimmstenfalls schon mit der einfachsten Gefühlsregung überfordert.
Menschen rennen quälend lang durch Wälder und Wildnis, mal verfolgt von Hunden, Menschen oder einer komisch knurr-grunzenden Kreatur, untermalt von einem Score, der schon 1969 nervig gewesen sein muss. Frauen fallen immer im falschen Moment in Ohnmacht, müssen von den Herren der Schöpfung gerettet werden und dienen sonst für das Vampir-Paar als Blutspenderinnen.
Die uninteressante Story bietet viel Gerede und kommt ohne Höhepunkte aus. Die Regie ist zäh und spannungslos, Szenen dehnen sich endlos, und Adamson schafft das Kunststück, trotz einiger Bewegung im Grunde keinerlei Tempo zu vermitteln, von Grusel ganz zu schweigen. Die Fights wirken wie lahme Slapstick-Versuche. Carradines Butler bringt wenigstens etwas Würde rein, aber selbst er kann das Machwerk nicht retten – Townsend/Dracula bleibt Randfigur, der Film priorisiert Füllmaterial über Vampir-Content.
Typischer Adamson-Mix aus Exploitation und No-Budget-Horror. Langweiliger und zäh mit Carradines Einsatz als einzigem Pluspunkt – für Adamson-Fans vielleicht ein Fundus an nostalgischer Freude, für andere ein ziemlich miefiges Stück Vampirfilm.