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Al Adamsons bester Film! Gut, böse Menschen könnten jetzt entgegnen, dass das in etwa so viel Aussagekraft hat, wie wenn man behauptet, dass dieser Hund der Beste sei, weil er das schönste Häufchen macht. Aber das wäre schon sehr gemein, handelt es sich hier doch immerhin um den "Citizen Kane des Biker-Films", wie es ein Unbekannter, der bestimmt ganz viel Ahnung von der Craft hat, einmal formulierte.

Der Plot dreht sich um eine kleine, von Anchor (Russ Tamblyn) angeführte Biker-Gang, die ziellos durch Kalifornien streift & tut, was sadistische Biker so tun, also saufen, sich zudröhnen, Menschen demütigen, Frauen vergewaltigen & sinnlos morden. Als sie in einem Diner die Kellnerin Tracy (Jacqulin Cole, eine begnadete Nicht-Schauspielerin!) bedrängen, geraten sie mit dem Ex-Marine Johnny (Gary Kent) aneinander, der gleich mal zwei der Biker ausschaltet. Einem donnert er einen Spiegel in die Fresse (ein Fall von Glasvergiftung?), den anderen ersäuft er im Klo. Fun-Fact: Angeblich ist Satan's Sadists der erste Film, in dem zu sehen ist, wie jemand im Klo ersäuft wird.

Das Geschehen verlagert sich dann in ein trostloses The-Hills-Have-Eyes-Setting, eine hügelige Wüstenlandschaft, da Johnny & Tracy auf ihrer Flucht dort landen, mit der mordlüsternen Gang im Nacken. Zu dieser gehören übrigens nebst Anchors Gespielin Gina (Regina Carrol) die zukünftigen Regisseure John 'Bud' Cardos (Mörderspinnen) & Greydon Clark (Das Geheimnis der fliegenden Teufel). Gina wird dann von Anchor links liegengelassen, hat voll den Liebeskummer & braust auf ihrem Bike zum Song "Is It Better to Have Loved and Lost?" von The Nightriders in den Tod. Der Dope-Head der Gruppe "gewinnt" beim russischen Roulette, den Rest erledigt unser Held, mit Messer, mit Geröll & mit Klapperschlange.

Und was macht die Tracy die ganze Zeit? Die guckt so, als wäre sie gerade irgendwo auf Urlaub & es bestünde nicht die geringste Gefahr für Leib & Leben. Man muss sie lieben, die Tracy & natürlich auch die Jacqulin, die die Tracy so entrückt "spielt". Die Kamera & den Schnitt besorgte Gary Graver. Die Tracy hat ’nen roten Buggy (der leider schnell verreckt), die Gina spendiert uns im Diner eine flotte Tanzeinlage & (zumindest) eine Kampfszene wurde "unauffällig" upgespeedet. Ansonsten gibt’s: Keine Spannung, grottige Performances, einen sehr passablen Rock-Soundtrack & Figuren, die einem vollkommen egal sind. Dazu ist der an & für sich sehr brutale Streifen so krude & ungeschickt inszeniert, dass die Wirkung glatt verpufft. Dennoch: Irgendwas muss der Schlocker haben, sonst würde ich ihn ja nicht so mögen.

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