Review

Nach der Entdeckung eines Professors reist dieser zusammen mit einer Expeditionstruppe in das Quellgebiet des Amazonas, wo Dinosaurier und Riesenspinnen sich ein Stelldichein geben und neben wissenschaftlichen Entdeckungen auch Diamanten und Rache auf Abnehmer warten.

"Versunkene Welt" ist die Verfilmung nach einer Geschichte von Arthur Conan Doyle und lief mir im Nachmittagsprogramm von "Das Vierte" über den Weg. Auch wenn das ganz große Dinosaurierspektakel ausbleibt, ist der Film ein gut anschaubarer Abenteuerstreifen in der Art von "Caprona - Das vergessene Land".
Ganz besonders gelungen sind die Figuren, die sich auf die Reise in das Amazonasgebiet begeben. Diese sind äußerst unterschiedlich, es kommt zu nachvollziehbaren Konflikten innerhalb der Gruppe und manch einer ist für eine Überraschung gut. So haben wir den den sehr eigenen Professor (ich hätte Claude "Der Unsichtbare" Rains nicht erkannt), der gerne mal neugierigen Reportern eine mit dem Schirm verpasst, den Zeitungsreporter, der sich vom Tollpatsch zum Helden mausert und ein Auge auf die Freundin eines mitreisenden Forschers geworfen hat, deren Bruder und einen des Öfteren auf der Gitarre klimpernden Piloten mit treu ergebenem Anhang. Die Motive der einzelnen Personen für die Reise sind ganz unterschiedlicher Art und so gibt es allein in der Gruppe viel zu verfolgen.
Doch auf in der versunkenen Welt ist Einiges los. So gibt es nicht nur ungewöhnliche Flora, sondern auch Dinosaurier, Riesenspinnen, Eingeborene mit Opferdarreichungswillen und Feuerhöhlen. Die Sets hierbei sind sehr schön und detailreich gestaltet und verbreiten eine feine Abenteuerfilmatmosphäre.
Wenn man dem Film etwas Böses wollte, dann könnte man über die Umsetzung der Dinosaurier herziehen, denn diese wurden durch Echsen (ein Krokodil ist auch dabei) inszeniert, denen Gehörn und Panzerplatten aufgesetzt worden sind und die durch Schnitttechnik und Rückprojektion auf Groß getrimmt wurden. Mir gefällt diese charmante Art der Umsetzung, denn in meinen Augen funktioniert das Ganze ordentlich und durch die eingespielten Brüllgeräusche kommt es noch wirksamer herüber. Der Kampf zwischen den beiden "Dinos" ist hierbei ein kleines Highlight. Weniger überzeugend ist die Riesenspinne, die einen kurzen Auftritt hat und weder bedrohlich noch besonders ansehnlich ist.
Erwähnenswert ist zudem die Musik, die ganze Arbeit leistet und das Geschehen sehr stimmig unterstützt und einen großen Verdienst an der dichten Atmophäre hat.

Insgesamt ist "Versunkene Welt" eine nette Mischung aus Dinosaurier- und Abenteuerfilm, die die Figurenzeichnung nicht vernachlässigt, mit charmant einfachen Tricks aufwartet und sich bestens als Sonntagnachmittagkurzweiler eignet.

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