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Eine schauerlich zuckersüße Fabel mit einem grässlichen Kinderlied als Titelsong. Die Waldbewohner sind übertrieben niedlich und entsprechen mit ihren klischeehaften Charakteren ganz dem mit Vorurteilen behafteten Bild, dass auch wir Europäer in unseren Märchen von dem jeweiligen Tier haben, z.B.: Der hinterlistige Fuchs. Gleichermaßen veraltet ist auch die konservative Anti-Emanzipation, die hier andauernd angewandt wird. Chuck muss nämlich ganz im Sinne einer strengen und konservativen Erziehung für Jungen in jeder Situation Stärke zeigen und darf nie weinen. Es gibt unzählige Momente, in denen er nach einer Rauferei mit Schrammen übersät ist, mit den Tränen kämpft und dabei das schwache Biber-Mädchen beschützen muss. Das ist Sandkasten-TV von vorgestern mit völlig überholten Geschlechterrollen, kitschig, nervig und pädagogisch fragwürdig.