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Viy ist ein russischer Horrorfilm von 1967.
Die Geschichte spielt im mittelalterlichen Russland in der Umgebung von Kiew. Der Theologiestudent Khoma Brutus wird aufs Land bestellt um 3 Nächte für die Seele eines verstorbenen jungen Mädchens, der Tochter eines Großgrundbesitzers zu beten. So war der letzte Wille des Mädchens vor ihrem Tod. Für Khoma, der die 3 Nächte allein mit der Toten in der Dorfkirche verbringen muss, beginnt eine Reise in die Abgründe der Hölle, denn er selbst hegt ein schreckliches Geheimnis.
Der Film erinnert anfänglich in seiner Machart und Charakterzeichnung an die russischen Märchenfilme der 60er Jahre. Farbenfrohe Bilder gepaart mit lustigen Szenen und klassischen Märchenfiguren wie einer Hexe, die der berühmten Babajaga nicht unähnlich sieht.
Im weiteren Verlauf des Films, wird die Atmosphäre jedoch düsterer, besonders die 3 Nächte in der Kriche sind sehr gut umgesetzt. 
Tricktechnisch hat der Film einiges auf Lager, auch wenn das aus heutiger Sicht altmodisch wirkt. Es gibt einen fliegenden Sarg, eine Menge Untote und Vampire, eine fliegende Hexe und einen Haufen anderer Monster.
Besonders im  Bereich Make-up war der Film seiner Zeit voraus. Die Vampire und Untoten können ohne Mühe mit Filmmonstern der Achtziger und frühen Neunziger Jahre mithalten.
Fazit: Ein nostalischer Horrorfilm, der jedoch in seiner Machart einige Überraschungen bereit hält und durchweg eine düstere, immer etwas märchenartige Atmosphäre aufbaut.
Ein kleines Meisterwerk, handwerklich und filmisch, dass auf jeden Fall mehr Beachtung verdient und in jede gepflegte Sammlung klassischer Horrorfilme gehört!

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