Brad Hamilton ist in seinem letzten Jahr an der Ridgemont High und hat ehrgeizige Lebenspläne, die aber zu scheitern drohen; Seine Schwester Stacy will ihre ersten Erfahrungen mit Jungs sammeln und erhält Unterstützung von ihrer angeblich erfahrenen Freundin Linda; Derweil tut der ständig bekiffte Jeff Spicoli alles, um dem argwöhnischen Geschichtslehrer Mr. Hand aus dem Weg zu gehen.
Fast Times at Ridgemont High ist nun entgegen des Covers und des beknackten deutschen Titels alles andere als eine flockig leichte Komödie, sondern in der Hauptsche sogar ein meist ernstes Drama. Wir begleiten eine Gruppe Jugendlicher, die sich meist im letzten Schuljahr befinden und deren Probleme im Alltagsleben, Schwierigkeiten im Job und mit dem Erwachsen werden generell.
Da liegt aber auch schon der Grund warum ich mit der Story ziemliche Probleme hatte. Es gibt genau genommen keinerlei durchgehende Handlung, sondern weitgehend unzusammenhängende Episoden einer wahllosen Auswahl an Jugendlichen und vor allem es gibt auch keinen Hauptprotagonisten, sondern eben gleichberechtigte Rahmenhandlungen. Dafür werden vie Versatzstücke vollgepackt mit üblichen Liebesgedöns, das erste mal, Schwangerschaft und allem sonst, was die Kids so beschäftigt und bei einer durchschnittlichen Soap für mindestens drei Jahresstaffeln reichen würde.
Erstaunlich ist dafür der Cast mt einer Menge späterer Stars, die hier sich teilweise in Kleinstrollen präsentieren. Ein Nicolas Cage beispielsweise ist hier noch eine ganz kleine Nummer und nur in wenigen kurzen Szenen im Bild. Die Darsteller leisten sogar ganz ansprechende Arbeit für diese frühe Karrierephase. Insgesamt spielt sich der Film aber zu gediegen, ein kleiner Autocrash ist schon alles was sich an Action anbietet.
Humor ist leidet fast komplett ausgesperrt. Einzig der junge Sean Penn als notorisch bekiffter Zuspätkommer und seine Minifehde mit dem neuen Lehrer Mr. Hand ist urkomisch, paßt dann aber wieder kaum zu den sonst ernsten Themen. Wahrscheinlich bin ich mit den falschen Vorstellungen an den Film herangegangen, aber meist war ich doch enttäuscht von dem Gebotenen.
3,5/10