kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 02.02.2014
Unnatürlich gegen den Strom fließendes, klares Wasser, das kalte Steinmauern benetzt, knüpft ohne Umschweife an die Ästhetik des Asia- und dann US-Remake-Gruslers „Dark Water" an, insbesondere, wenn sich eine düstere Nonnengestalt darin windet. Dabei gelingt es der Yuzna-Produktion aber weder glaubhaft, eine Phobie vor Nonnengestalten zu visualisieren noch überhaupt furchterregend zu wirken oder auch nur echte Spannung zu erzeugen. „The Nun“ ist optisch geleckt wirkender, vorwiegend in Dunkelheit spielender Twen-Horror, dessen Gewaltspitzen noch harmloser wirken als jene der Dark-Castle-Produktionen, die sich als Vergleichsobjekt gut dienen. Wirres Umherschleichen durch Kirchengemäuer wechselt sich ab mit Flashbacks, in denen zahnlos die Strenge kirchlicher Erziehung gezeigt wird, bis dann irgendwann mühsam eine Special-Effects-Sequenz vorbereitet wird. Richtig schlecht ist das nicht gemacht, es hält auch gut bei Laune, lässt aber so kalt wie sich der Look des Films anfühlt.
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