Ohje,das Remake eines Horrorklassikers.
Am Original lässt sich eigentlich schon nichts verbessern,aber sei´s drum,vielleicht klappt ja die Umsetzung mit modernen Mitteln der Technik…
Schon nach wenigen Minuten wird klar,daß dieser Streifen nicht allzu viel mit der Originalstory zu tun hat,zwar sind Abweichungen bei einem Remake wünschenswert,doch sie sollten schon aus einem Guss sein und nicht wie uninspiriertes Stückwerk ausfallen.
Die tragende Rolle von Radiomoderatorin Stevie Wayne verkommt hier zu einer pseudoerotisch flüsternden Bitch,der man definitiv nicht abnimmt,daß sie schon ein Kind im Alter von etwa 8 Jahren hat.Glücklicherweise ist ihre Sendezeit im Leuchtturm begrenzt.
Die tragende Figur ist diesmal Elizabeth(im Original Jamie Lee Curtis),die schon von Vorahnungen gezeichnet nach 6 Monaten nach Antonio Island zurückkehrt.
Die übrigen Figuren sind eigentlich nicht allzu wichtig,ihre Hintergründe bleiben meistens im Dunkel verborgen und die jeweiligen Beziehungen zueinander ebenfalls.Einzig positiver Punkt ist hier der etwas deutlicher beschriebene Hintergrund über die Leprakranken und das Geld,mit dem der Ort aufgebaut wurde.Dafür ließ man die Passage weg,in der der gegen Mitternacht der halbe Ort verrückt spielt – gerade hier hätte man mit modernen technischen Mitteln punkten können…
Was in Carpenters Original noch geheimnisvoll wirkte(Gestalten erschienen nur kurz im Nebel und schlugen blitzschnell zu-die Gefahr ist nie greifbar)ist hier viel zu übertrieben ausgefallen.Brennende Opfer,die meterweit durch die Luft fliegen und Leute,die sekundenschnell zu einem Skelett mutieren stehen im krassen Gegensatz zum subtilen Gruselnebel.
Zwar kann man dem nächtlichen Treiben auf der „Seagrass“etwas Atmosphäre verpassen,doch diese Momente sind wirklich selten.
Positiv zu vermerken ist der Score von Graeme Revell und der gelungene Einsatz der Soundeffekte(Reverse-Sounds und schön lautes Pochen)und eine kurze Szene,bei der Andy vor dem Nebel wegrennt – hier stimmt erstmals das Timing und die Kamera arbeitet ordentlich – ein kleiner,aber nicht lang anhaltender Lichtblick in dieser ansonsten vernebelten Story.
Da hätte man sich letztlich doch akribisch am Original orientieren sollen,dann wäre zumindest noch guter Durchschnitt drin gewesen…
4 von 10 Punkten