The Fog - Nebel des Grauens ist eines der wenigen Remakes jüngster Vergangenheit, das besser zündet als das Original aus den 70er-Jahren ("Sorry, John! Aber Du hast es wenigstens produziert!")
Die Geschichte fährt nicht mit großen Namen auf, aber die Darsteller spielen ihre Parts entsprechend den herkömmlichen Genre-Regeln.
Die Trickkiste (Nebel, Nebel, Nebel) wird zwar ein wenig überstrapaziert, aber wirkt dennoch schön unheimlich.
Überhaupt ist die Optik des Streifens aus dem Jahre 2005 überzeugend. Die Landschafts- und Küstenaufnahmen sind teilweise ein "echter Hingucker".
Glücklicherweise ist Fog - Nebel des Grauens nicht eine 1:1-Umsetzung des Carpenter-Films, sondern überrascht den Zuschauer mit einigen Innovationen.
Im Vergleich hat dies das OMEN-Remake völlig versäumt.
Der Horror kommt hier (wie im Original auch) nicht brachial daher.
Besonders die Softliner unter den Fans, werden es begrüßen, dass hier kein Splatter-Blutbad im Vordergrund steht, sondern nebeligfeuchter Grusel.
Ich halte die 16er-Einstufung für zu hoch angesetzt.
Heutzutage geht so eine Story glatt als 12er durch, ohne jetzt das Movie damit abwerten zu wollen.
Im Gegenteil, Fog - Nebel des Grauens ist ein gutes Stück schaurige kurzweilige Gruselei.
Fazit:
Eigenständiges Remake.
Wer ohne zu hohe Erwartungen den Film einschaltet, wird überrascht sein.
Obszessiven Carpenter-Fans rate ich eher ab, weil die wenig Spass dabei haben werden.
Einziges (aber für mich verschmerzbares) Manko: John Carpenters Musik ist im Originalfilm wirklich unerreichbar schaurig schön.
Aber, was soll´s ... 7 Punkte für die "Nebelfront" aus dem Remake-Jahr 2005.