Review

Nebelscheinwerfer


„The Fog“ von John Carpenter ist wohl mein allgemein bevorzugter Halloweengriff und mein subjektiv von ihm liebster Film. Von dieser Geistergeschichte bekomme ich nie genug. Und so geht’s sicher nicht nur mir. Hatte es das Remake deswegen derart schwer? Oder ist dieser modernere Piratenangriff auf Antonio Bay einfach ein glasklarer Fall für das Gurkenglas?

Letzteres leider. Vielleicht nicht dermaßen, dass es weh tut, doch es ist nahe dran. Erst recht wenn man auf das Original große Stücke hält. „The Fog“ von 2005 sieht meist recht hochwertig aus, wenn sich etwa ein schattiges Piratenschiff geräuschlos durch das grün-graue Nebelgeflecht schiebt. Doch das war’s dann auch schon an aus den Fingern gesaugten Pluspunkten. Eine passende Vertonung gibt es nicht, Grusel- und Geisteratmosphäre will zu keinem Zeitpunkt aufkommen, alle Figuren wirken fast lächerlich blass, steif, klischeebeladen und egal. Nicht nur Carpenters Original ist in jeder Beziehung überlegen und vorzuziehen, sondern auch der Großteil an Horrorfilmen aus der Periode des Remakes. Dieser „The Fog“ ist zu 100% unterdurchschnittlich und belanglos, langweilig und unnötig. Und für Fans des Originals sogar zwischen einem achselzuckenden Mittelfinger und keiner Rede wert. Kann und sollte man vergessen. Nicht die Lebenszeit wert. Wirklich Aufregung ebenso wenig. 

Fazit: blasser, seelenloser und nebulöser (nicht im positiven Sinne) kommen Remakes nicht. Und diese Einschätzung liegt nicht an meiner Zuneigung zu Carpenters Original. „The Fog“ von 2005 ist einfach maximal belanglos und schwach in jeder seiner seichten Schwaden. 

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