Review

Ein Jahr bevor Lilli Carati in "Süße Sechzehn" selbst die Schulbank drückte, gab sie in diesem Film die Aushilfelehrerin für Naturwissenschaften namens Stefania, der die obligaten "flotten Teens" und genauso "flotten" Erwachsenen nachstellen. Aus gutem Grund nachstellen, denn die Carati ist in dieser ersten Hauptrolle taufrisch wie es frischer nicht geht und wirklich atemberaubend attraktiv. Tarantini, der die erste Folge der echten "Flotten Teens" schon sehr erotisch in Szene gesetzt hatte, überschreitet hier des öfteren die Grenze von der Teenie-Komödie zum Softporno. Dies ist sicher der erotischste aller dieser Italo-Teenie-Komödien, auch wenn die obligate Besetzung - außer Lino Banfi, der hier fehlt - die üblichen Streiche anstellt. Einige Szenen wären es Wert, hier ausdrücklich genannt zu werden: z.B. die gelungene Unterwasser-Liebesszene. Wirklich erstaunt hat mich aber die längere Tagtraumsequenz (es träumt der Apotheker, gespielt von Gianfranco d´Angelo), die nach einem heißen Tango und Striptease darin kulminiert, daß die völlig nackte, üppige aber auch sehr attraktive, im übrigen verheiratete, Dame am ganzen Körper mit Spaghetti samt Sugo eingesaut und mit Mehl gestaubt wird. Vermutlich inspiriert von "Das große Fressen" von Ferreri, wenige Jahre zuvor, aber trotzdem in einem solchen Film sehr gewagt, wird doch heute selbst von Leuten wie Simon Thaur diese Nahrungsmittelerotik als Höhepunkt des Perversen betrachtet. Auch die Schülerspäße überschreiten gelegentlich des Niveau des Zwanghaften, obwohl auch der Kleber am Lehrersessel und die Wasserkübel nicht fehlen, und zeigen die Freude an der Anarchie, zumindest das Fußballspiel Burschen gegen Mädchen nimmt diese Wendung.


Freunde dieses Genres dürfen diesen FIlm keinesfalls versäumen, auch wenn er nur auf italienisch erhältlich ist., denn das Wesentliche - das gilt für die drastische Komödie wie die Erotik - ist in diesem sinnenfreudigen Film mit den Augen zu sehen.

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