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Kommt ein Prolet mit seiner Asischleuder die Landstraße heruntergefahren, macht einen U-Turn und steigt aus. Mit Baseballkeule und Knarre bewaffnet sucht er diese "dreckigen Zombies", um sie aufzumischen. Die wanken wie die Geisteskranken um die Ecke und schon, wer hätte das gedacht, geht das Gemetzel los. Um ehrlich zu sein: "Die Scheiss Blutigen Zombies" macht da weiter, wo Amateurdreck wie "Zombie 90" aufhörte, zumindest was die technische Umsetzung auf Anfängerniveau und die nicht vorhandene Atmosphäre anbelangt. Von Andreas Schnaas genanntem Blindgänger subtrahiere man noch Story und Genreverständnis sowie eigene Ideen und fertig ist dieses üble Machwerk. Wer hat schon Lust, den leidlich im Gesicht beschmierten Möchtegernuntoten dabei zuzusehen, wie sie ständig grölend mit Stuhl oder Latte im leerstehenden Haus gegen Wände oder Einrichtungsgegenstände hauen, wie es jeder Halbwüchsige auf Asiniveau für gewöhnlich tut. Etwas Randale vortäuschen, ohne wirklich etwas zu Bruch gehen zu lassen, ein Burn Out mit der Enduro und lächerliche Mackerallüren, die grottigen Splattereffekte, sofern man die so bezeichnen kann, sind eigentlich nur schmückendes Beiwerk für eine dämliche Proletenshow, wie sie die entsprechende Klientel dankend wiedererkennt, wenn sie sich gerade nicht mit der Clique auf dem Parkplatz trifft oder in die Großraumdisco fährt. Als Zombiestreifen ist das selbst für Home Made Verhältnisse unter aller Sau und verärgert von vorne bis hinten, statt zu unterhalten. Story gibt es keine, das improvisierte Eingeweidegematsche ist unterirdisch schlecht. Was soll das sein, Toilettenpapier in Himbeersirup oder die Reste vom Schlachter? Schwer zu sagen, bei der stets sinnlos in die Landschaft gestellten Kamera. Die Darsteller lassen bestenfalls Aufschluß darüber zu, wes' Geistes Kind sie sind, da sie nicht einmal im Ansatz schauspielern. Wäre dieses Werk der Unwissenheit wenigstens noch amüsant trashig, doch es ist nur dümmlich peinlich. Laut Cover soll es "Trash und Gore Faktor 100%" besitzen, leider wurden da anscheinend aus Versehen die Zahlen verdreht. Die "Scheiss Blutigen Zombies" sind neben ihres legasthenischen Titels zumindest eines, nämlich Scheiße.

Fazit: Gelangweilte Asis toben sich im Abrisshaus aus. Ein gutes Beispiel für Freizeitgestaltung in Form von einem Müllfilm, der keinerlei Fertigkeiten erkennen lässt. 1/10 Punkten

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