Wegen diesem Film, bzw. weil ich schon viel darüber hörte, kaufte ich mir einst eine recht lieblos zusammengewürfelte Laserparadise-DVD-Box. Der Film ist hierbei weder im Originalton noch im Original-Bildformat zu sehen. Schade eigentlich!
Im Film führt ein britischer Abgeordneter einen Kreuzzug gegen die SM-Szene in England. Er stellt den jungen und in dieser Sache völlig unerfahrenen Computerfachmann Peter Emery, der bis dato für ein christliches Computerunternehmen arbeitete, ein, damit dieser sich die geheimen Fetish- und SM-Parties schleichen um unerkannt Beweise für die in Großbritannien überwiegend illegalen SM-Praktiken zu sammeln. Peter nimmt den Auftrag an und beginnt im Fetish-Outfit mit versteckter Videokamera die Veranstaltungen der Domina und Clubleiterin Tanya Cheex heimlich zu filmen.
Während Peter die Beweise in Filmform erbringt, entwickelt sich zwischen ihm und Tanya Cheex sowohl eine Liebes- als auch eine SM-Beziehung. Er gerät hierbei immer häufiger in Situationen, die er sich zuvor niemals hätte vorstellenkönnen.
Beim Film handelt es sich nicht um einen Porno oder Softcorestreifen - im Gegenteil: Es ist eine richtig gute, sympathische Komödie, die vor allem auch eine klare Message herüberbringt und den "Normalos" zeigt, dass Fetischisten und SMler auch nur Menschen mit ganz gewöhnlichen Gefühlen und Bedürfnissen sind, auch wenn sie von der breiten Masse als pervers und die Gesellschaft vergiftend angesehen werden.
Wer was anderes erwartet, sollte lieber zu einem Pornofilm greifen!
Im Film haben auch viele "richtige" SM/Fetish-Performance-Künstler und Künstlerinnen ihren Auftritt. Z.B.: die Chaos Clowns (Zos & Kia), Luci The Axle Grinder bzw. Lucifire, Miss Kimberly, Die „Fetischnonne“ Suzi Woodroffe, Tutu u.a.
Sämtliche Kostüme wurden bei „House of Harlot“, bei dem auch Schock-Rocker Marilyn Manson Teile seiner Garderobe schneidern lässt, gefertigt.
Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass mal eine angebrachte Special-Edition auf DVD oder Blu-Ray erscheinen wird. Verdient hätte es dieser Kultfilm, der durchaus mit Filmen wie "Grasgeflüster" in einem Atemzug genannt werden darf, allemal!
In tieferem Sinne handelt es sich bei "Preaching to the Perverted" um einen Insiderfilm, der der Gesellschaft einen Spiegel vorhält und sie dabei auch noch auf eine witzige Art aufklärt.