Horrorfans neigen dazu, Karloff-Filme aus den 30ern ausnahmslos als Klassiker einzuordnen, obwohl sie sie meist nie gesehen haben.
Eine für gut 30 Jahre verschollen geglaubte Perle aus dieser Zeit ist „The Man who changed his Mind“.
Wirklich beeindruckend am Plot ist höchstens, daß er den von „Die Fliege“ um über 20 Jahre vorweg nimmt. Es wird zwar nicht komplett teleportiert, aber die Schwingungen und Gemütszutände von zwei Gehirnen werden komplett ausgetauscht, so daß man in fremde Körper schlüpfen kann.
Karloff gibt her zunächst mal gar nicht den Finsterling, bis er wegen seiner Erkenntnisse von der Wissenschaft verlacht und von dem Pressezaren geschasst wird, so daß mal in die eigene Tasche arbeitet. Das geht natürlich zu Lasten seiner hübschen Assistentin und ihrem Galan, der zufällig der Sohn des Pressezaren ist.
Abgesehen von sorgfältiger Schauspielarbeit ist an dieser Perle aber wenig dran. Zu oft wird hier das Humorpedal gedrückt (bei einer Laufzeit von gerade 70 Minuten), der Horror dagegen fällt meistens flach, darüber hinaus sieht die Apparatur aus, als wäre sie aus der Requisitenkiste von „Frankenstein“ entliehen.
Am Ende besinnt sich der Böse und gibt den Geist des Guten frei, um selbst zu sterben – okay, das ist wirklich nicht originell, so daß der Film insgesamt zwar in Ordnung geht, aber keinerlei Klassikerpotential hat. Moderne Fans werden ihn schlicht langweilig empfinden.
Andererseits sollte man sich beglückwünschen, wenn man ihn überhaupt zu Gesicht bekommen hat. (5/10)