Pat Kramer ist die Frau eines Werbefachmanns und als sie die Probe eines neu entwickelten Parfüms ausprobiert beginnt sie zu schrumpfen, bis sie schließlich ihren Pflichten als Hausfrau und Mutter nicht mehr nachkommen kann und in einem Puppenhaus wohnen muss. Die Hersteller des Parfüms versuchen die Geschichte nicht an die Öffentlichkeit dringen zu lassen und eine Gruppe von Wissenschaftlern entführt sie schließlich sogar, um mit ihrem Blut die gesamte Menschheit zu schrumpfen.
Die Grundidee ist gut und man hätte sicherlich auch viel aus ihr machen können, doch die Story ist dann leider nicht so visionär und bissig. Der Konsumwahn wird hier und da mal kritisiert, aber alles in allem ist der Film zu harmlos. Die Charaktere haben kaum Tiefe. Pat ist eine starke Frau, wird aber nicht weiter charakterisiert. Ihr Mann ist nicht so leicht zu durchschauen, zumal er aus ihrem Leid Profit schlagen will, aber er scheint sie zu lieben. Die Wendungen sind teilweise gut, wobei vor allem gegen Ende des Films zu dick aufgetragen wird. Leider geht die unterhaltsame Satire zum Ende hin mehr und mehr in einen schwach konstruierten Thriller und in ein billiges Drama über.
Der Film läuft recht langsam an, aber wenn Pat dann anfängt zu schrumpfen entwickelt er schnell einen guten Unterhaltungswert. Wenn der Film dann zum Ende hin mehr und mehr abrutscht, wird er zunehmend lächerlicher und langweiliger, bis der Unterhaltungswert gen 0 sinkt. Alles in allem ist der Unterhaltungswert des Films relativ niedrig.
Die Filmmusik fällt kaum auf und trägt mit dazu bei, dass keine richtige Atmosphäre aufgebaut werden kann. Die Kulisse ist sehr gut, wenn auch ein bisschen schrill. Vor allem wenn Pat Kramer zum Ende hin immer kleiner wird, hat Regisseur Joel Schumacher geradezu brilliante Ideen, um ihre kleine Welt darzustellen. Technisch ist der Film in Anbetracht seines Alters ordentlich.
Lily Tomlin spielt die Hauptrolle der Pat Kramer überaus gut. Sie ist gleichzeitg lustig und traurig und wirkt trotz ihrer Größe immer sehr stark. Charles Grodin spielt die Rolle des Ehemanns ebenfalls ordentlich, genauso wie die übrigen Nebendarsteller.
Dies ist also einer der ersten Filme von Regisseur Joel Schumacher, der in Hollywood einen überaus zweifelhaften Ruf genießt. Schon hier erkennt man seine Liebe zum etwas anderen Film.
Der Film ist eigentlich nicht weiterzuempfehlen, da man wirklich nicht viel verpasst. Höchstens für Fans von außergewöhnlichen Filmen und Satiren, wie "Land of the blind" oder "Brazil" ist er zu empfehlen.
Zusammenfassend ist "Die unglaubliche Geschichte der Mrs. K." eine schwache Satire mit guten Darstellern, die leider zum Ende hin mehr und mehr in einen schlechten Thriller übergeht.