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"The Dark Eyes of London" ist eine stimmungsvolle Verfilmung des Edgar Wallace Klassikers "Die toten Augen von London", der später auch in der deutschen Edgar-Wallace-Filmreihe der 1960er Jahre verfilmt wurde.

Hier wie dort wird Scotland Yard durch eine Reihe von Wasserleichen aufgeschreckt, die immer wieder aus der Themase gefischt werden. Die Spuren führen zum Versicherungsvermittler Dr. Orloff, bei dem zumindest zwei Tote versichert waren. Auffällig ist dabei, dass Orloff im Falle eines Ablebens zum Nutznießer der Versicherungen wird. Im Vorfeld gewährt er den Personen aber großzügige Darlehen. Auch Henry Stuart geht auf ein solches Angebot ein und muss dieses blad mit seinem Leben bezahlen, denn Orloff hetzt den blinden Jake auf ihn, der im von Orloff finanzierten Blindenheim lebt. Nun taucht aber die Tochter Stuarts auf, die zusammen mit Inspektor Holt und seinem amerikanischen Kollegen O'Reilly versucht den Mörder ihres Vaters und die Hintermänner zu entlarven.

Mir hat an dem Film vor allem die Atrmosphäre gefallen, die düsteren Einstellungen unterstreichen in gelungener Form die Handlung, die zwar vorhersehbar ist, aber dennoch in besonderer Weise zu unterhalten versteht. HInzu kommen ein paar Unterschiede, die zur späteren deutschen Fassung bestehen und die den Film umso sehenswerter werden lassen.

Die Schauspieler agieren überzeugend, wenngleich alles auf den Star des Films, Bela Lugosi, ausgerichtet ist. Da wären zum einen Hugh Williams als Inspektor Holt und Greta Gynt als Diane Stuart zu nennen. Aber auch die Blinden werden gut dargestellt, sei es der etwas tumbe Jake, grandios von Wilfred Walter verkörpert, oder der stumme Lou, gespielt von Arthur E. Owen.

Dafür dass der Film in nur zehn Tagen abgedreht worden ist, ist Regiesseur Walter Summers ein guter Film gelungen, der sich deutlich vom B-Movie-Niveau abhebt. Für die Fans von Edgar-Wallace-Filmen, von Bela Lugosi und düsteren Stadtbildern ein absolutes Muss. Ich habe den Kauf nicht bereut.

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