Review

Wayne never read a script that I had. He’d say, ‘What am I supposed to do in this?’ and I’d say, ‘You’re supposed to give the impression of this and that.’ And he’d say ‘OK.’ He’d never learn lines before I talked to him, because he said that threw him off. He could memorize two pages of dialogue in three or four minutes, and then he just goes and does it. He’s the easiest person I ever worked with because he doesn’t discuss it and try to fine-tune it; he just goes and does it without squawking.

~ Howard Hawks

(Wayne and Hawks) laughed and drank and told dirty jokes and slapped each other on the back. They tried to draw me into their circle but I couldn’t go along with them. The machismo thing repelled me because it seemed so forced and unnecessary.

~ Montgomery Clift

Monty drove him nuts. He didn’t like Monty as an actor. Years later, I said that I thought Monty was very effective in Red River, and Duke said, ‘He was a pain in the ass.’ But he didn’t deny that he was effective.

~ Harry Carey Jr.

Stagecoach established me as a star; Red River established me as an actor.

~ John Wayne

Ehrenvoll die Aufmachung, majestätisch, eine Ehrenbezeugung der Crew selber und an die Crew, ebenso die schriftliche und verbale Einleitung, die Kommunikation durch Texttafeln, Erzähler und Bildern, die Geschichte mittendrin, eine Art 'Meuterei', einem Abzug aus dem Trek, viel Vorfälle schon passiert, ein riesiges Territorium, ein Mann will alleine weiter, er hat sich schon entschieden, “aber es ist nicht richtig.“, Abschied wird genommen, gegen anderer Willen. Die Panoramen sind prachtvolle und prächtig, eine Natur zum Verlieben, die Bilder dennoch voller Wildnis, es ist das Gebiet der Indianer, auch das eingangs nur in Andeutungen. Ein Film gleich auf Spannung, auf Konfrontationskurs, auf den Kampf wird sich vorbereitet, geschossen und gerungen, mit Pistole, Gewehr, Pfeil und Bogen, mit dem Messer gekämpft, etwas aus der Vergangenheit gefunden, eine zukünftige Braut bereits verloren, in den ersten zehn Minuten:

Im Jahr 1851 verlassen Thomas Dunson [ John Wayne ] und sein Begleiter Nadine Groot [ Walter Brennan ] St. Louis als Teil eines Wagenzugs auf dem Weg zum California Trail. Kurz nördlich der nördlichen Grenze von Texas kündigt Dunson an, den Wagenzug zu verlassen und nach Süden zu ziehen, um seine eigene Ranch zu gründen. Der Trail Boss sagt, es sei unsicher, da Indianer in der Nähe sind und er einen guten Schützen wie Dunson mit dem Zug braucht. Dunson sagt seiner Liebe Fen [ Coleen Gray ], sie solle bei den Wagen bleiben, bis er sie ruft. Er gibt ihr das Armband seiner verstorbenen Mutter. Stunden später erreichen Dunson und Groot den Red River entlang der texanischen Grenze. Sie entdecken Rauch, der aus Richtung des Wagenzugs aufsteigt. In dieser Nacht werden sie von Indianern angegriffen, die sie töten. Am Handgelenk eines findet Dunson das Armband, das er Fen gegeben hat. Am nächsten Tag kommt der Teenager Matthew Garth [ später: Montgomery Clift ] in ihr Lager, offenbar der einzige Überlebende des Wagenzugs. Dunson nimmt den Jungen mit.

Die Geschichte als Epos, mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, mit Jahre umspannenden Erzeugnissen, Dekaden werden dargereicht und durchdrungen, man hat viel gehört und man wird viel sehen; ein ungleiches Trio reitet weiter, die letzten Überlebenden, ein neuer Aufbruch, ein weiteres Bestreiten und Bestreben. Ein älterer Mann, ein Erwachsener als Führer und ein Heranwachsender, könnten eine Familie sein, sind aber nur drei Gefährten. Wayne ist der Anführer, die Führungskraft, der Entscheider, der Junge daufdrängerisch, aufständisch, ein hat sein eigenen Willen. Es gibt Landgewinnung und sofort Anspruchsstellung und Streit darum, ein erstes Duell, man gibt Lektionen weiter, man bildet aus, verhält sich als Beschützer erst und Ziehvater, das Land ist weit und breit, es gehen viele Jahre ins Land, es wird noch weiter und größer, viele Zeitsprünge hier.

Raffiniert die Erzählweise, geschickt die Montage, den Zuschauer gleich eingebunden und informiert, Identifikation für alle Altersklassen und Ansichten bereitgestellt, ob aktiv oder passiv, ob mehr als Mitläufer, Rebell oder Held, ob zu viel schon gesehen vom Leben oder noch neugierig und zu wenig erlebt. In tausenden von Meilen und in Jahren wird hier gedacht, zwischendurch ist man in Trennung, dann wieder in Verbindung, der Trumpf der Jugend manchmal, die besseren Augen, aber nicht das spezielle Wissen. Ein Krieg ist passiert, währenddessen, darum geht es nicht hier, es werden Herausforderung anderer Art und an anderer Stelle präsentiert, es geschieht noch genügend, über 2h Laufzeiten hier, mit vielen guten Schützen, mal Freund, mal Feind, ein erstes Beschnuppern, ein sich gegenseitig Imponieren. Ähnlich verhält sich die Regie, die Inszenierung stets an Ort und Stelle, mit Kleinigkeiten ebenso beschäftigt wie viel mit der Vorbereitung, der Vorstellung, der Vorteil des Talentes vor und hinter der Kamera, eine fulminante, eine aufwändige, eine das sowieso hohe, von ehedem geplanten 1.75 Mio. USD auf insgesamt 2.8 Mio. USD angelaufene, mehrfach das Budget überziehende Produktion, mit plötzlichen Nebenwirkungen, mit Szenen am Rande, mit den Nachwirren des Krieges, dazu Vorahnungen und Vorwarnungen und Verwarnungen und Verantwortung. Die Handlung im Ganzen im Grunde eine Wiederholung und Wiederaufnahme der ersten Szene, dort ein Viehtrek, jetzt wieder einer nötig, 15 Jahre später, die gleiche Strecke erst hin und dann wieder zurück, ein täglicher Kampf um Leben und Überleben, von Texas nach Missouri, vom Süden in den Norden, die Aussichten sind ungünstig.

Aus dem Nachhinein wird die Erzählung geboten, wie eine Art Tagebuch den Enkeln vorgetragen, ein Erinnern früherer, nunmehr ferner Zeiten, der Perspektive des Besser Wissens und des Wissens auch um die schlechten Zeiten. Aufnahmen direkt vor Ort wechseln sich ab mit denen im Studio, es ist zuweilen nicht ersichtlich, manchmal deutlich, es stört nicht wirklich, die Porträts wichtiger, die Strapazen der 'realen' Szenen, ab und an auch andere Dinge oder Personen in den Mittelpunkt gerückt, manchmal auch mit Humor gespielt und aufgelockert, darüber hinaus die Optik pompös, die Erzählung immer stramm, “Wir reiten weiter!“ die Parole, ein Mann gibt die Order, noch hört man auf die Befehle. Ein unermüdliches Engagement und Schaffen hier, viel Zeit zum Nachdenken auch, viel Zeit zum Ändern der Meinungen, dann eine Herdenpanik, eine unaufhaltsame Stampede, eine tödliche Aufregung pur, mit vielen Verlusten, unter Mensch und unter Tieren, eine Welle der Gewalt, aus reiner Zufälligkeit geschehen. Aus der Bibel wird oft vorgelesen, der letzte Trost, das einzige Buch auf dem Weg, es wird öfters gebraucht als gedacht, “Das war falsch, Mr. Dunson.“, ein Großwestern als Wegbeschreibung und Wegbereitung, der Weg wird nicht einfacher, die Nostalgie lässt nach, der Realismus ungebrochen, das Gefangensein in einer Gemeinschaft, die jeden Moment auseinander zu brechen droht, von innen heraus, ohne die Einflüsse von außen mitgerechnet, kein Tag wie der Andere, und dennoch dieselben Probleme.

Ein Aufruhr startet bald, auf den Zwang verwiesen, auf das Aufgeben verzichtet, “Morgen werde ich aus der Bibel lesen.“, vorher drei Männer am Zurück bleiben 'gehindert'. Wayne, dessen Rolle zuerst Gary Cooper angeboten wurde, hier zwiespältig und facettenreicher als gewöhnlich, härter im Sinne, “erbarmungslos“, die Position nicht unstrittig, als Leuteschinder auch, Theaterdarsteller Clift in seinem insgesamt beeindruckenden Kinodebüt nicht im Schatten, aber (längere Zeit) auch nicht wirklich hervorstechend, von einer anderen Art der personellen Konstellation, die Differenzen deutlich, gleichzeitig ergänzend und sich widersprechend, ein Konflikt am Gären, die Kamera mal mittendrin, mal von außen und dann wieder über den Rücken der Figuren betrachtend, die Emotionen schwelend. Ein verhärteter, verärgerter Mann, mit nur einem Ziel und nur einer Möglichkeit dahin, auf andere angewiesen und deren Hilfe und bedingungslose Unterstützung, alles andere wäre Kapitulation hier, als psychologischer Thriller und Drama wird das gesehen und analysiert, eine höchstpersönliche Fehde entsteht; wo Wayne selbst noch da ist, wenn ihn die Kamera ihn nicht mehr zeigt, so stark ist die Präsenz. Hawkes hat fast bessere Leistungen aus Wayne herausgeholt als Ford, mehr Facetten, andere Seelen, Stärken und Schwächen, mehr Wandel und Wendungen, hat ihn besser behandelt und besser genutzt, eine Abhandlung auch über Recht und Ordnung, über Recht und Unrecht, hinter jeder Biege eine Überraschung hier. Nur das (in der Vorlage auch andere) Ende ist das Problem, schon bei der Herstellung bemerkt, inklusive einem Rechtsstreit mit Howard Hughes mehrfach daran herumgedoktert, es nicht verbessert.











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