http://www.arte.tv/de/4280224,CmC=4304718.html
"Atoll K" ist der letzte Film von Laurel & Hardy und er entstand unter sehr ungewöhnlichen Bedingungen. Nachdem das Filmduo in den späten 40er Jahren zunächst keine Filmaufträge erhalten hatte, kam im Zuge neuen Erfolgs im Nachkriegseuropa diese amerikanisch-französisch-italienische Koproduktion zustande. Allerdings stellten sich bei den Dreharbeiten Kommunikationsprobleme wegen der unterschiedlichen Muttersprachen ein. Zudem gab es Unstimmigkeiten bezüglich des Drehbuchs zwischen dem Regisseur Léo Joannon und Stan Laurel, der darauf drängte, Alfred Goulding und Monty Collins mit in die Entstehung des Drehbuchs einzubeziehen. Später war die Stimmung so gespannt, dass John Berry als Koregisseur engagiert wurde. Das musste heimlich geschehen, da Berry in Hollywood auf der Schwarzen Liste stand. Doch auch aus gesundheitlichen Gründen mussten die Dreharbeiten, die im Endeffekt statt der geplanten zwölf Wochen zwölf Monate dauerten, mehrfach unterbrochen werden. Laurels Diabetes verschlechterte sich, gleichzeitig bekam Hardy Herzprobleme. Schließlich verletzte sich auch noch der italienische Schauspieler Adriano Rimoldi bei einem Sturz.
Der Film wurde mehrsprachig gedreht und es entstanden eine englische, eine französische sowie eine italienische Fassung. Die von ARTE gezeigte Version ist die bisher unveröffentlichte, restaurierte englische Originalfassung, die im Jahr 2010 in den USA entdeckt wurde. Die Ausstrahlung auf ARTE ist damit eine internationale TV-Premiere.