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Eine völlig wahnsinnige Mutter lebt mit ihren beiden erwachsenen Söhnen in einer verkommenen Hütte im Wald. Die Beiden sind geistig etwa auf dem Niveau von Grundschülern.
Alle zusammen sind sie ein sadistisches Killergespann. Unter strenger Anleitung der autoritären Mutter treiben Sie mit ihren jungen, weiblichen Opfern abartigen Spiele.
Das Geschehen nimmt eine unerwartete Wendung, als eines Tages zwei junge Frauen dieser Hölle entkommen können und ihre Freundin aus den Fängen dieser Wahnsinnigen zu befreien versuchen.
Muttertag zählte Anfang der Achtziger zu den Horrorfilmen (zusammen mit Freitag der 13. und Halloween), die mit geringstem Aufwand, sensationelle Erfolge an den Kinokassen feiern konnten und die damalige Horrorwelle richtig ins Rollen brachte.

Muttertag ist, wie ich meine eine bitterböse, sarkastische Komödie, die gar nicht erst versucht, „geschmackvoll“ zu erscheinen. Regisseur Charles Kaufman wollte einfach nur schockieren und provozieren, was ihm auch gelungen ist.
Die wenigen, einfach in Szene gesetzten Spezialeffekte sind teilweise gelungen, teilweise eher unfreiwillig komisch.
Genial Krank ist die Darstellung der beiden sich immer keilenden dumpfbackigen Söhnen Ike und Addley. Eine sogar richtig gute Schauspielerische Leistung liefert Rose Ross ab, die als irre Mutter mal weltoffen-charismatisch-, mal verstört ängstlich und von Verfolgungsvorstellungen geplagt-, meist aber die ebenso autoritäre wie fürsorgliche Anführerin ihrer beiden Söhne ist.

Sicherlich ist dieses kleine Stück Trash-Horror nicht jedermanns Sache. Für mich persönlich hat dieser Film bis heute nichts von seinen Kultstatus eingebüßt. Bei reichlich Bier und einigen Gleichgesinnten ist Muttertag immer noch der Brüller jedes Filmabends.

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